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LEÆTHER STRIP - Retention No 2

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Artist LEÆTHER STRIP
Title Retention No 2
Homepage LEÆTHER STRIP
Label ALFA MATRIX
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Mein altes „Sorgenkind“ Claus Larsen alias LEÆTHER STRIP ist wieder da, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft kommt nun die zweite CD der Retention-Reihe auf den Markt, die alten Alben remasterd plus neue Interpretation derselbigen, das alles in einer Box. Beim ersten Teil war ich maßlos enttäuscht, denn erstens war eine klangliche Verbesserung des Originals kaum wahrzunehmen, zweitens kamen diese neuen Versionen der Songs einer Frechheit gleich. Trotz alledem „muss“ ich mir nun das zweite Machwerk antun. In diesem Fall handelt es sich um das Meisterwerk „Science for the Satanic Citizen“, welches Hits wie „Nosecandy“, „Antius“ oder „Black Gold“ enthält.

Grob gesprochen kann ich auch wieder eher auf das Original verweisen, aber diesmal hat sich das Remastern gelohnt, denn die Titel haben tatsächlich ein gutes Stück an Qualität gewonnen. Bei der CD Nummer 2, welche die „neue Version“ darstellen soll, kamen endlich auch mal die besseren Tracks unter den elektronischen Hammer und man kann auch noch das Original erdenken bzw. erkennen. Somit sind schon mal die schlimmsten Versäumnisse der „Retention No. 1“ ausgebügelt worden. Alle hauseigenen Remixe zeigen genügend Farbe, um sie als eigenständige Kompositionen zu feiern bzw. zu genießen, sie sind flüssig und stimmig, man könnte tatsächlich von einem neuen Album sprechen, so neuartig sind sie teilweise ausgefallen. Alleine „Cast Away“ muss erst einmal als solches erkannt werden und besitzt trotzdem eine unglaubliche Größe… selbst wenn man die Spieldauer von 7:22 Minuten außen vor lässt. Auch die anderen Stücke sind nicht gerade kurz ausgefallen, das kann schon mal ein wenig auf den Geist gehen, aber das Gefühl tritt eher selten ein. Hauptsächlich wissen die neuen Versionen zu gefallen, da der alte Geist von LEÆTHER STRIP ständig allgegenwärtig ist, man fühlt sich doch eher in die alten guten Zeiten versetzt, die dennoch auch mal modern klingen können. Schade nur, dass „Nosecandy“ aus dem Konzept fällt, es ist tatsächlich verhunzt worden und auch wenn es nach KLUTAE klingt, ist es selbst für seinen Stil einfach nur peinlich geworden, obwohl ich die Idee nicht mal schlecht finde.

Fazit des Testhörgangs: Den alten Anhängern von Klaus Larsen kann ich die zweite Auflage seiner Wiederauferstehungsreihe ans Herz legen, beide CDs lohnen sich tatsächlich, und obwohl natürlich die alten Schinken in der erdenklichen Form besitze, werde ich mir diese Box doch kaufen. An die jüngeren Hörer sei gerichtet, dass es sich lohnen könnte reinzuhören, es muss nicht immer Hellektro sein, bzw. es sollte allen klar sein, dass die meisten heutigen Bands auf LEÆTHER STRIP basieren… und die wiederum eigentlich auf SKINNY PUPPY, aber das – meine Kinder – ist eine andere Geschichte.

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