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LEÆTHER STRIP - Suicide Bombers

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Artist LEÆTHER STRIP
Title Suicide Bombers
Homepage LEÆTHER STRIP
Label ALFA MATRIX
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

OH MEIN GOTT, in meinem ganzen Leben war ich noch nie so aufgeregt, eine neue Veröffentlichung in den Händen zu halten. Egal ob DEPECHE MODE oder VNV NATION, nichts hat jemals meine Lenden so beben lassen wie die neue Maxi-EP von LEÆTHER STRIP. Und es war höchste Zeit, das letzte Lebenszeichen kam in Form der „Carry Me“ Maxi vor 5 Jahren auf den Markt und konnte niemanden so wirklich überzeugen. Bevor man sich umsah, war der Künstler auch schon von der Bildfläche verschwunden, die Gründe kann jeder in den aktuellen Szenezeitschriften nachlesen, doch dies ist erst einmal Vergangenheit, und ich werde nun mein bestelltes Paket sehnsüchtig aufreißen.

Zwar überzeugt das Layout der CD nicht sonderlich, aber alleine der Titel „Suicide Bombers“ lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen, deshalb hurtig ins CD-Fach und die Lautstärke auf Maximum. Herr Claus Larsen begrüßt mich zuerst in seiner gewohnt liebenswürdigen Art und schreit mir mit einem verächtlichen Ton die Worte „Who told you to die that way“ entgegen und lässt mich wissen, dass er tatsächlich in alter Manier wieder zurück ist. Es ist schön zu wissen, dass in diesem Dänen immer noch genügend Hass für die ganze Welt steckt, denn nach seiner kleinen Ansage machen ein Sprachsample und die Drums einem unmissverständlich die aktuellen musikalischen Ambitionen klar: aggressiv, hart und erbarmungslos. Es geht sogar wieder mehr in Richtung alte Zeiten, er holt sich ein paar gute Ansätze aus der Ära vor „Underneath the laughter“ und vermischt sie mit den letzten modernen Tendenzen des „Self-Inflicted“ Albums. Durch den spärlichen Distortion-Einsatz kommt die gute und flexible Stimme von Claus richtig zur Geltung, dies hätte ich bei seinen früheren Werken nie vermutet, egal ob er haucht, schreit oder nur singt, er trifft nicht nur den Ton sondern auch den richtigen Nerv für die dementsprechende Emotion. Das Titelstück „Suicide Bombers“ ist einfach ein Kracher, wer behauptet dieser Song wäre nicht für die Diskos geeignet, gehört seines Amtes enthoben, bei der „12 inch Version“ könnte ich die Aussage eher verstehen, es wirkt etwas seichter und zu lang gezogen, dabei hat er die identische Laufzeit wie die normale Version. Bei „The shame of the nation“ wird das Tempo etwas gedrosselt, im Mid-Tempo kann dazu geschwoft werden, es zeigt aber auch einen interessanten neuen Aspekt, Claus singt nicht sondern spricht im Tonfall eines Nachrichtensprechers seine Songzeilen ins Mikrophon. Nach einer später einsetzenden verzerrten Stimme, einer kleinen Ansage über die Rückkehr von LS und starkem Beat muss ich dem Song die Höchstnote in Sachen Stimmungsaufbau und Kreativität zusprechen. Bei „This is where I wanna be“ kommt ein Tribut an ältere Tage zum tragen, wem die Titel „Strap me down“ und „Adrenalin Rush“ vom Album „Solitary Confinement“ ein Begriff sind, der wird diese neue Version mögen. Alles zu altmodisch? Unser lieber Claus hat natürlich auch für solche Menschen etwas parat, „Death is walking next to me“ zeigt eine Vision der heutigen Möglichkeiten, einfach ein modernes Beispiel von Synthesizerklängen. Zuviel Gesang? Tja, unser Allzweck-Däne kann auch instrumental! „Til Far“ geht schon fast in eine chilige Technorichtung, wenn nicht ein düsterer Mantel von Gefühlen über den Soundspielereien hängen würde. Nur ein paar Sprachsamples begleiten auch das letzte Stück „Reborn“, dessen Titel wir wohl persönlich zu verstehen haben, es zieht einen wie ein schwarzes Loch ins seine persönliche Galaxie dass mir angst und bange wird.

Wer hätte je gedacht dass MENTALLO & THE FIXER noch getoppt werden können?! Eins beweist er uns auf jeden Fall, es kling eindeutig nach LEÆTHER STRIP, egal ob alt oder neu. Ich höre mich wie im Liebesrausch an? Berechtigterweise, denn ich bin LEÆTHER STRIP–trunken und zeige es auch offen. Vergesst Emporkömmlinge wie IN STRICT CONFIDENCE, HOCICO und wie sie alle heißen mögen, man darf nur einen Gott haben – LEÆTHER STRIP.

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