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LEAVES’ EYES - Njord

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Artist LEAVES’ EYES
Title Njord
Homepage LEAVES’ EYES
Label NAPALM RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.0/10 (3 Bewertungen)

ATROCITY mit Sängerin kann man ja zu LEAVES’ EYES sagen. Womit die Herren um Livs Männe Krulle zeigen, dass sie musikalisch alles machen. Ihre 80er-Coverscheiben haben meilenweit mehr Erfolg als die jahrelange ursprüngliche Bandgeschichte (was nach wie vor bei der Klasse des eigenen Materials unverständlich ist!) und auch hier fährt man wesentlich mehr Penunse ein wie mit der Hauptband. Was natürlich an der Popularität von Liv Kristine liegt, die ja auch schon jahrelang mit großem Erfolg dabei ist, ob nun als THEATRE OF TRAGEDY-Aushängeschild, als Solokünstlerin unter eigenem Namen oder seit 2004 eben unter LE.

Auch auf dem dritten Album gibt es natürlich bombastischen Gothic Metal mit den süßlichen Liv-Vocals und den harschen Brunfttönen von Krulle, alles wie gehabt. Fast! Denn es wird bisweilen ordentlich in die Tasten gehauen, sprich derbe gebolzt, womit man soundmäßig schon in die Nähe von ATROCITY rückt. „Emerald Island“ ist schon fetter Doublebass-Metal der NIGHTWISH-Liga und auch sonst drückt der fette Sound (vor allem der Klampfen) in den Sessel. „Take the Devil in Me“ ist ein lupenreiner Gothic Metal-Hit, der in jeder einschlägigen Disse rauf-und runter laufen wird. Setzt sich sofort im Ohr fest. Was die erste Single „My Destiny“ ja eh schon gemacht hat vorab. Ich muss ja zugeben, dass mir das bis jetzt erstaunlich gut gefällt. Die Produktion knallt, der Bombast kommt gut und die Songs rocken fett. Zudem säuselt Liv nicht mehr ganz so blutleer wie in der Vergangenheit. Danach sind einige Tracks nicht mehr ganz so zwingend, bleiben aber allein schon durch das fette Getrete der Jungs-Fraktion im grünen Bereich. Auch die folkloristische Ballade „Irish Rain“ besteht. Da hat sich die Band richtig ins Zeug gelegt und ein rundum gelungenes Album zusammengezimmert. Und auch wenn man sich recht arg offensichtlich, siehe „Ragnarok“, bei NIGHTWISH bedient, so kann man dennoch über eine gute Stunde lang den Hörer fesseln. Beim Digi-Pack sind’s gar noch 2 Songs mehr, also 14 dann! Für die Träumerfraktion gibt’s noch die Ballade „Morgenland“, für die Epic-Schüler zum Abschluss das tolle achtminütige „Froya´s Theme“.

Mit diesem überraschend starken Werk manifestiert man sich endgültig an der Gothic Metal-Spitze, was zumindest ich so nicht erwartet hätte!

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