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LECHEROUS GAZE - Zeta Reticuli Blues

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Artist LECHEROUS GAZE
Title Zeta Reticuli Blues
Homepage LECHEROUS GAZE
Label TEE PEE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Aus Oakland, California kommt mit LECHEROUS GAZE eine vierköpfige Band, die sich auf die großen Meister des Rock’n’Rolls besinnt. Dem Schoß von ANNIHILATION TIME entsprungen, schicken die Jungs unsere Ohren seit 2010 mit einer Mischung aus – ja, was eigentlich? – auf die Bretter. In den Worten der Band: “Psycho-delic, shred-tastic, ultra-hypened, rock-punk heavy jams.”

Bereits ab Sekunde eins ihres zweiten Albums mit dem Titel “Zeta Reticuli Blues” (Earhammer Studios) gibt’s mit schrammelig melodischen Gitarren der 60er und 70er, unüberhörbar punkigen Einflüssen, ordentlich Drive in den Drums und einer rotzigen Stimme richtig was auf die Mütze. Außer “Spaß am Rocken” ist kein Konzept herauszuhören, nahezu jedes Stück ist eines für sich und kategorisiert sich in oben genannte Attribute:

Los geht’s also mit “End Rising”, das auf direktem Weg in die musikalisch zu stimulierenden Hirnwindungen findet und mit netter Melodie, erwähnt rotziger Stimme und einem großartigen Bass mit eigener Präsenz einen gelungenen Auftakt stellt. “Dog” setzt da mit coolem Rhythmus samt mitreißendem Riff, fetten Drums, aber gegen Ende vielleicht etwas zu verspielten Passagen an. Witzig, dass man hier genau zu wissen glaubt, warum der Track “Dog” getauft wurde. Es folgt “New Distortion”, bei dem sich sofort der Gedanke an die Band ALCHEMIST einschleicht, letztendlich sind wir hier aber wohl bei den “rock-punk heavy jams” der 70er angekommen. Fetzt. “Animal Brain” hingegen klingt ein wenig, als würden Punks BUDDY HOLLY covern, was hier durchaus als gelungen und kreativ betrachtet werden darf und sich mit “Baby Please Don’t Go” hervorragend verträgt. Die Jungs haben hörbar Spaß, treiben’s auf die Spitze – “shred-tastic”! Im Anschluss gilt es dann, eine kleine Durststrecke durchzustehen, denn “Uncle Dale”, “On The Skids” und “Boulevard Diamonds” schwächeln im Vergleich leider, sind eigentlich schon wieder etwas zu sehr Standard. Klassischer Rock, Punkt. Nun sind aber ja noch zwei Dinger zum Hören da und “Night’s Edge” trumpft wiederum mit eingängiger Melodie, fast dämonischem Gesang und einer urigen Lässigkeit auf. Da verzeiht man die schwierigen neun Minuten im Vorfeld sehr gern. “Zeta Reticuli Blues” bildet einen großartigen, “psycho-delischen” Abschluss, der sehr DOORS-lastig daherkommt und so ganz anders als der Rest des Albums klingt. Somit ist das namensgebende Werk der Scheibe mehr Outro als Song.

Alles in allem ist “Zeta Reticuli Blues” ein sehr spaßiges Stück Musik, das aber (leider?) nichts richtig Ganzes zu sein vermag.

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