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LEFT SPINE DOWN - Fighting for Voltage

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Artist LEFT SPINE DOWN
Title Fighting for Voltage
Label DANSE MACABRE
Leserbewertung
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Zunächst habe ich dieses Album ob seiner Vielschichtigkeit ja tatsächlich für einen Sampler gehalten, aber bald war ich schlauer. Mein nächstes Problem ist nun aber, wie ich die Kanadier am besten beschreiben kann? Wenn man Ihre Topfreunde auf Myspace betrachtet, erhält man diesbezüglich einen ganz guten Überblick. Simpel ausgedrückt: Es ist Industrial (amerikanischer Industrial zum besseren Verständnis, auch als Crossover bekannt), und man hört sehr viele Einflüsse heraus, man versucht nach dem sehr dezenten Intro in einem unglaublichen Tempo alles abzuhaken, was auf der Referenzliste steht.

Im Grunde genommen ist LEFT SPINE DOWN eine KMFDM-Variante mit vielen (neuen) SKINNY PUPPY-Anleihen und das Resultat dann auf Hardcore getrimmt. Mit BreakBeat Elementen nimmt man die Themen ATARI TEENAGE RIOT, FRONT LINE ASSEMBLY und APHEX TWIN mit auf, gesungen wird eher punkig, was nicht nur schnell und rotzig bedeutet, sondern leider auch eine eher schlechte Qualität. Viele verschiedene Ideen, die vereinzelt auch gut klingen, aber irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass man es nicht geschafft hat, das Klangmonster als Ganzes zu bezwingen. Mir geht auch ehrlich gesagt das Tempo ziemlich auf den Senkel, hier werden durchgängig fast gleich-schnelle Songs einer nach dem anderen verheizt, die kleinen Mini-Instrumentals sind nicht das gelbe vom Ei und tragen nicht zu einer würdigen Abwechslung bei. Am Stück macht es einen verrückt, andererseits als Jungpunk steht man natürlich auf so was. Songs wie „Prozac Nation“ oder „Hang up“ treiben einen extrem an, machen natürlich Spaß, aber dies kombiniert mit der permanenten Speed-Beschallung nervt mich heutzutage eher, besonders da die kompositorischen Fähigkeiten dann doch nicht restlos überzeugen.

Für Pubertierende ist es bestimmt klasse, aber selbst da sind gewisse Grenzen gesetzt. Immerhin konnte ich dadurch wieder in guten alten Punktagen schwelgen, denn vereinzelt kann man auf die Tracks richtig gut abgehen und man kann von LEFT SPINE DOWN für die Zukunft durchaus noch einiges erwarten.

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