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LEGACY OF MUSIC - R[e.p.]eat

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Artist LEGACY OF MUSIC
Title R[e.p.]eat
Homepage LEGACY OF MUSIC
Label LEGACY OF MUSIC REC
Leserbewertung
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7.9/10 (125 Bewertungen)

“Wenn man nichts Gutes zu sagen hat, dann soll man lieber das Maul halten“, geht einem doch auch bei Rezensionen öfters durch den Kopf, aber ich versuche es trotzdem irgendwie durchzuziehen, denn wenn man Musik erhält, dann geschieht das auf den Wunsch hin, gelobt oder kritisiert zu werden. Auch bei der neuen EP von LEGACY OF MUSIC saßen wieder einmal die beiden Engelchen auf den Schultern und diskutierten harmonisch mit mir, was ich denn nun schreiben solle. Einerseits will ich den Musikern nichts Böses und unterstütze auch immer gerne Underdogs, aber andererseits sollte man halt die persönliche Meinung mitteilen.

Um es kurz und knapp zu machen: Die sechs neuen Titel von LOM sind doch recht schlicht ausgefallen! Die Instrumentierung ändert sich kaum bis wenig und tingelt zwischen sehr schwachen VNV NATION und einfachen DE/VISION, nach mehrmaligem Durchhören findet man Kleinigkeiten, die die Sache etwas aufwerten, aber der ausdrucksschwache Gesang rettet es auf keinen Fall, sondern klingt wie ein schwacher Ronan Harris Verschnitt mit Intonierungsschwierigkeiten. Die Stücke „Sacrifice“ und „Bridges“ gehören noch in die bessere Gattung, wobei der Letztere mir sogar sehr gut gefällt. Nur schade, dass abwechselnd Deutsch und Englisch gesungen wurde, davon war ich nie ein großer Fan, aber die AND ONE Sounds (übrigens bei beiden Titeln) heitern die Sache wieder auf und nach mehrfachem Anhören kann man sich auch hier besser ans Mischmasch gewöhnen. Die erste große sowie angenehme Abwechslung tritt erst bei den fünf ergänzenden Remixen auf, die ich mir sogar als eigenständiges Album einer Band mit vielen Facetten hätte vorstellen können, aber leider… Schon die Bearbeitung von ANGELS & AGONY wertet „Sacrifice“ mit besserem Sound und kantigeren Klängen auf. Dies wird eigentlich von jedem Remixer sehr gut bewältigt, alle haben den Originalen ihr Profil aufs Auge gedrückt und eine große Vielfalt bewiesen. Die elektronische Spielwiese wird in alle Himmelsrichtungen abgegrast und selbst der Einsatz von Gitarren (Consequences RMX by DUKTUSBEATS) steht dem Remix sehr gut, ist sogar mein persönlicher Favorit.

Was haben wir also, eine EP, wo ausnahmsweise die Remixe aber eben nicht die Originaltracks die Scheibe kaufenswert machen, was nicht grad sehr ruhmreich wirkt. Daher kann ich leider leider keine Empfehlung aussprechen, obwohl die Neuinterpretationen wirklich sehr gut sind, aber das steht halt leider in keinem Verhältnis. Trotzdem wünsche ich der Band weiterhin viel Glück bei ihren Vorhaben. Ich bin nicht das Maß der Dinge und die Jungs haben bestimmt viele tolle Fans, die die Musik vielleicht positiver zu würdigen wissen als ich.

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