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LEIF VOLLEBEKK - North Americana

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Artist LEIF VOLLEBEKK
Title North Americana
Homepage LEIF VOLLEBEKK
Label OUTSIDE MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

“North Americana” ist das zweite Album des Kanadiers LEIF VOLLEBEKK, der 2010 sei Debüt „Inland“ veröffentlicht hat. Der 27-jährige Musiker hat sich dem Americana-Folk alter Schule verschrieben und nennt als wesentlichen Einfluss die Musik von RYAN ADAMS. Entsprechend organisch kommen auch seine zehn Songs auf „North Americana“ daher.

Nach eigenem Bekunden hat es Jahre gebraucht, bis die live im Studio aufgenommenen Takes so waren, wie sie sein sollten. Nicht nur für den Künstler klingen die Lieder, als wären sie irgendwann in den Siebzigern aufgenommen worden und dann in Vergessenheit geraten, sodass man sie eben erst jetzt zu hören bekommt. Die Pedal Steel Guitar des Openers „Southern United States“ changiert an dieser Stelle noch etwas stärker ins Countryeske und zählt zudem zu den beschwingtesten Nummern der Platte, die insgesamt sehr ruhig ausgefallen ist, wie man wenig später mit den Mundharmonika-Klängen von „Off The Main Drag“ zu hören bekommt. Der akustische „Cairo Blues“ stellt die abwechslungsreiche Stimme Vollebekks in den Mittelpunkt, ehe beim folgenden „Photographer Friend“ nicht viel mehr als ein Piano nötig ist, um eine intensive Stimmung zu erzeugen. „At The End of The Line“ entwickelt sich im Laufe des Vortrages zu einem kleinen Meisterwerk, während „A Wildfire Took Down Rosenberg“ eine zu Herzen gehende Ballade mit viel Tiefgang ist und das treibende „Takk Somuleidis“ erneut alle beteiligten Musiker ins Boot holt. Insbesondere Sarah Neufelds (ARCADE FIRE) Geigenspiel sticht hier heraus, bevor beim „Pallbearer Blues“ das Klavier wieder stärker in den Fokus rückt. „When The Subway Comes Above The Ground“ legt knackig rumpelnd nach, um den Silberling schließlich mit „From The Fourth” und unglaublich warmen Melodien enden zu lassen.

LEIF VOLLEBEKK ist für „North Americana“ kreuz und quer über den Globus gereist und am Schluss wieder in Montreal angekommen, wo er seine zweite Full Length mit dem Jazz-Musiker Hans Bernhard (Bass), Joe Grass (Pedal Steel Guitar), Adam Kinner (Tenor Saxofon), Philippe Melanson (Drums) und der bereits erwähnten Sarah Neufeld aufgenommen hat. Es müssen zwischen den Musikern gute Vibrations geherrscht haben, denn das Ergebnis kann sich hören lassen. Ein gelungener Mix aus Folk, Americana, Country und Indie – mehr leise als laut und immer schön anzuhören.

 

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