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LENNARD - First Breath (After Nine Years Spent In A Jam Glass)

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Artist LENNARD
Title First Breath (After Nine Years Spent In A Jam Glass)
Homepage LENNARD
Label FINEST NOISE
Veröffentlichung ..
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Was will uns ein Künstler sagen, der seinen ersten offiziellen Tonträger „First Breath (After Nine Years Spent In A Jam Glass)“ nennt? Ich weiß es nicht und hinterfrage es besser auch nicht. Wenden wir uns lieber der Musik zu, die LENNARD seit 2002 machen und für die in erster Linie Oliver Schmidt (Vocals & Gitarre) neben seinen drei Mitstreitern an der klassischen Instrumentierung Gitarre, Bass und Schlagzeug verantwortlich zeichnet.

Die Herrschaften haben sich so etwas wie die deutsche Variante des guten alten Britpops auf die Fahnen geschrieben und gehen mit „Drugstore Shiva“ und „Phantasmagoric Gleam“ die Sache erst einmal mit viel Gefühl und einer gehörigen Portion Eingängigkeit an. Auch „Magnolia“ bleibt sanft getragenen Melodien treu, alles schön und gut, aber langsam würde ich mir ein paar Ecken und Kanten wünschen. Immerhin kommt mit dem orgeligen „Rajagaha Rain“ Tempo ins Spiel und auch die Langäxte dürfen sich etwas rotziger zeigen, das Anecken scheint jedoch definitiv nicht LENNARDs Ding zu sein. Vielmehr befinden die Jungs sich wohl auf der Suche nach dem perfekten Popsong, wofür sie wie bei „The Bodhi Tree“ auch schon mal Vogelgezwitscher zu Rate ziehen. „Never Before“ kokettiert gefühlvoll mit den Sixties, ehe „Junebug Planet“ dezente Jazz-Anleihen aufblitzen lässt. Mit „Maldroit“ geht’s von der Bar direkt auf den Dancefloor, um bei „My Favourite Room“ erneut ruhige Töne anzuschlagen. Auf den Rocker muss ich leider vergeblich warten, denn auch „Pine Away“ schwimmt im gefälligen Passt-immer-und-tut-niemandem-weh-Modus, den auch „Joel’s Nightmare“ und „Spotless“ nicht mehr verlassen. Der „Albraum“ währt eh keine zwei Minuten und lässt mit Zuggeratter und weiblichen Sprechgesang kurz aufmerken, doch dann geht’s auch schon wie beim finalen „Under The House“ massenkompatibel weiter.

LENNARD haben mit „First Breath…“ ein Debüt abgeliefert, das handwerklich über jeden Zweifel erhaben, mir jedoch eine Spur zu glatt ausgefallen ist. Es fehlt für mein Ohr an Widerhaken, die aufhorchen lassen und den Sound interessant machen. Immer nur labberiges Marmeladenbrot ist halt nix, manchmal muss es auch mal was Kerniges wie ne Wurststulle sein…

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