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LENZ - Augen auf und durch

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Artist LENZ
Title Augen auf und durch
Homepage LENZ
Label NOTEWORKS
Veröffentlichung ..
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Er lag mir auf den Lippen, der lahme Gag von wegen „der Lenz ist da“, aber mit so etwas wollen wir die Terror-Leser natürlich nicht langweilen und deshalb gehe ich gleich in medias res und berichte vom Berliner Pop-Trio LENZ, das nach einer selbstproduzierten ersten EP und weiteren Demos mit seinem Debüt-Longplayer „Augen auf und durch“ um die Ecke kommt. Die drei Protagonisten Richard Putz (Gesang, Piano und Gitarre), Christoph von Knobelsdorff (Schlagzeug) und Markus Jütte (Bass und Gesang) kannten sich zwar schon ewig, machten jedoch in anderen Bands Mucke und gingen irgendwann sogar musikfremden Berufen nach, als sie sich 2003 erneut über den Weg liefen und beschlossen, gemeinsame Sache zu machen.

Zunächst einmal fällt die aufwendige Holografie-Aufmachung des Booklets auf: je nach Neigungswinkel sieht man eines der drei Bandmitglieder und stellt fest, dass die drei Herren ziemlich viel Ähnlichkeit haben. Gleiches gilt auch für die zehn LENZ-Lieder, die alle auf der Suche nach dem perfekten Popsong sind. Komplettiert wird das Ganze mit hörenswerten deutschsprachigen Texten, die nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern wesentlicher Bestandteil des LENZ-Sounds sind. Als kleinen digitalen Vorgeschmack gab es im Februar bereits die Vorabsingle „Gib mir Bescheid“, bei der kräftig in die Saiten und Tasten gegriffen wird. Mit den Melodien und eingängigen Harmonien dieser Nummer startet der Dreier auch seine Langrille, um mit „(Leih mir dein) fehlerfreies Leben“ gefühlvoll weiterzumachen. Dafür kommt „In jedem Wort“ mit mehr Drive daher, bevor bei „Nur alles“ mit der vollen Piano-Breitseite aufwartet. Man muss es schon einigermaßen schmusig und emotional mögen, dann findet man auch an „Steh mit mir auf“ und „Lang lebe“ Gefallen, wobei letzteres vor allem mit rhythmusunterlegtem Wortwitz besticht. „Am Ziel vorbei“ verlegt sich stärker auf treibende Gitarren und bewegt sich damit deutlich Richtung Indie-Pop, um dann mit „Weiterziehn“ wieder dem Klavier den Vortritt zu lassen. Dem schließt sich auch „Leinen los“ an, bevor „Weite Reise“ für einen smarten Ausklang sorgt.

Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle ein paar mehr Ecken und Kanten und etwas mehr Abwechslung gewünscht, wer jedoch auf sauber produzierten und sehr eingängigen Pop steht, wird bei LENZ bestens bedient.

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