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LEPROUS - Tall Poppy Syndrome

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Artist LEPROUS
Title Tall Poppy Syndrome
Homepage LEPROUS
Label SENSORY
Leserbewertung
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9.3/10 (3 Bewertungen)

Die Brutstätte des Metals spuckt immer wieder neue hervorragende Bands hervor. Es scheint fast so, als wäre in den skandinavischen Ländern derlei Musik ein Unterrichtsfach ab der Grundschule aufwärts. Auch die Norweger LEPROUS überzeugen bereits beim Debüt „Tall Poppy Syndrome“ mit ihrer instrumentalen Kunst.

Dabei zeigt sich die Formation äusserst vielseitig. Death Metal Parts wechseln sich mit Speed Passagen ab, welche immer wieder in progressiven Rockelementen enden. Langeweile kommt bei den acht Titeln, ein jeder mit Überlänge, also keinesfalls auf. Beeindruckend das Zusammenspiel auf dem achteinhalbminütigen Intro „Passing“, wo harte Riffs auf melodische Akkorde treffen und den dynamischen Gesangspart einiges abverlangen. Einar Solbergs Gesang ist aber ohne Zweifel erhaben, die Bandbreite der Stimme beeindruckend, was sowohl Screams als auch cleane Vocals stimmungsvoll die Atmosphäre der Songs bestimmen lässt. „Dare you“ etwa reitet zunächst wildes Saitenrodeo, bevor es mit orgelnden Symphonien einen steten Tempowechsel verfällt, der dem Gesang die grandioseste Leistung des Albums im Refrain abverlangt. Die Kompositionen von LEPROUS erreichen speziell im zweiten Parts des Albums schon fast Orchesterniveau, so präsentiert sich der Titeltrack als Metaloper.

LEPROUS aus Norwegen legen mit dem „Tall Poppy Syndrome“ einen beeindruckenden Einstand ins Metalgeschäft vor. OPETH und EMPEROR dürfen hier durchaus als Referenzen herhalten, besonders da die Band derzeit auch als Vorband von IHSAHN unterwegs ist, dem Frontmann der EMPERORen.

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