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LES CHASSEURS DE LA NUIT - Homo Homini Lupus

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LES CHASSEURS DE LA NUIT
Title Homo Homini Lupus
Homepage LES CHASSEURS DE LA NUIT
Label HEIDRUNAR MYRKRUNAR RECORDINGS/ TESCO DISTRIBUTION
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Hoppla, „Homo Homini Lupus“ startet recht unvermittelt mit einem krachigen, verzerrten Industrial-/ Noise-Brocken und verschafft sich zur Begrüßung erstmal ordentlich Platz. Unvorbereitet ist man geneigt, den Lautstärkeregler vor Schreck direkt weit nach unten zu drehen oder gleich zum nächsten Titel zu skippen. Sind die ersten vier Minuten aber überstanden und das Eröffnungsstück mit dann lautstärkemäßig kaum noch wahrnehmbarem Frauengesang ausgeklungen, ändert sich das Bild bereits ein wenig. In Song Nr. 2 ist zwar noch ein bedrohliches Grundrauschen verblieben, dieses muss sich die Spielwiese aber mit ersten sanften Orgelklängen sowie einigen Sprachsamples teilen, was zusammen irgendwie wie ein Soundtrack aus der Nervenheilanstalt klingt.

„Die Jäger der Nacht“ geben sich geheimnisvoll. Fehlende Informationen im Booklet oder auf der Homepage (wo sich stattdessen zwei groteske Videos vorfinden) verstärken diesen Eindruck noch, nicht einmal die 14 Soundscapes auf „Homo Homini Lupus“ haben einen Namen bekommen. Mit etwas gutem Willen lässt sich aber dennoch herausfinden, dass es sich um ein deutsches Projekt eines gewissen Mark Liens handelt. Geheimniskrämerei ließe sich auch damit betreiben, LES CHASSEURS DE LA NUIT eindeutig einem bestimmten Genre zuzuordnen. Denn das Material bietet neben den apokalyptischen Passagen mit militaristischer Rhythmik, Dark Ambient Varianten, historisch angehauchten Momenten sowie etwas Bombast eine große Bandbreite an Elementen aus der zwielichtigen Subkultur.

In der Folge werden dementsprechend auch mal andere Schwerpunkte als noch zu Beginn gesetzt. So erklingen die Tracks # 3 und # 5 angenehm mit einer Xylophon-Melodie und schwerer, dumpf grollender Perkussion, wobei letzterer – nennen wir ihn einmal „Child of the sun“ – durch Gastvocals von :OF THE WAND AND THE MOON: Mastermind Kim Larsen (über dessen Label „Homo Homini Lupus“ auch veröffentlicht wird) veredelt wird und gut und gerne auch als :OTWATM: Original durchgehen könnte. Obskur und experimentell geht es weiter, ehe als 10. Titel altes Liedgut in Form eines vermeintlichen Soldatenliedes ertönt. Irgendwo auf dem Album soll auch Thomas Bojden (DIE WEISSE ROSE) einen Gastauftritt haben, sicherlich bevor die letzten Stücke wieder in eher verstörte Soundcollagen abdriften und eine merkwürdige musikalische Reise beschließen.

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