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LETATLIN - La sepoltura delle farfalle

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Artist LETATLIN
Title La sepoltura delle farfalle
Homepage LETATLIN
Label ARK RECORDS
Veröffentlichung ..
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Meine Faszination für den südländischen Musikraum steigt von Monat zu Monat, ganz abgesehen davon, dass die Protagonisten meist unwahrscheinlich nett und uneitel sind. Dieses Mal wissen die Italiener LETATLIN zu begeistern, welche vor etwa 8 Jahren zusammen fanden und sich den Namen eines russischen Avantgarde Künstlers gaben bzw. den Namen eines Fluggeräts von besagtem Herren. In der Zeit bis heute entstanden 5 Demos, von denen das letzte „1919: Naissance du robot“ zu einiger Aufregung im einschlägigen Blätterwald geführt haben soll. Ich gebe zu, die Lobeshymnen sind nicht bis zu mir gedrungen, aber da immerhin 5 Demosongs auch ihren Weg auf das reguläre Debüt gefunden haben, kann ich meinen Kollegen nur beipflichten. Als Inspiration wird Wave Noise in Verbindung mit immer wichtiger werdenden elektronischen Elementen aufgeführt, hin uns wieder verwendet man auch Samples von „einfachen“ Umgebungssounds. 2 der 3 Herren (Marco, Federico, Sandro – geht es landestypischer?) leben mittlerweile in Amsterdam und die Entscheidung, teilweise auch in Englisch zu praktizieren, wird sicherlich nicht im Drogenrausch entstanden sein…

Mit dem Opener „Carcasse“ erlebt der neugierige Hörer auch gleich einen ersten Höhepunkt. Ein warmer Sound, getragen von Akustikgitarren, etwas Percussion und beschwörenden Vocals, lässt Erinnerungen an beispielsweise SPIRITUAL FRONT durch den Raum schweben, einer ganz kurzen noisigen Erhebung am Ende zum Trotz. Dagegen verkörpert „Affoga l’ Asino“ das „andere“ Gesicht des Trios, relativ unstrukturierter Noise verlässt den Äther. Und das sind auch die beiden Pole, welche LETATLIN immer wieder neu ausloten, teilweise auch verbinden, um dann wieder die Gegensätze auszuloten. Zärtliche, intime und melancholische Momente in bester mediterraner Tradition versus elektronische Klangpassagen. Da wirkt „Plastic Shape“ wie synthetische Meditationsmusik, „Digestione di un…“ direkt davor dann wieder wie ein Soundtrack für David Lynch-Filme und „Taiwan“ erinnert an die klassischen Wave Wurzeln mit hypnotischen Gitarren. Ein paar Hörproben plus Video stehen übrigens auf der Homepage bereit.

Für alle Fans von SPIRITAL FRONT, IANVA, AIN SOPH bis hin zu ARGINE oder CANAAN eine weitere sehr interessante Formation, die ein Höchstmaß an Kreativität in kompositorisch sehr ausgereifte Formen gießt. Atmosphärisch, ästhetisch und wandelbar in hohem Maße, diesen Herren würde ich gerne mal live über die Schultern sehen.

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