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LETZTE INSTANZ - Im Auge des Sturms

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Artist LETZTE INSTANZ
Title Im Auge des Sturms
Homepage LETZTE INSTANZ
Label DRAKKAR
Leserbewertung
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7.0/10 (2 Bewertungen)

Mit dem neuesten Album beweisen die Musiker der LETZTEn INSTANZ (leider hat der charismatische Holly D. die Band Anfang des Jahres verlassen) erneut ihre Stärke im Bereich der mittelalterlich angehauchten Rockballaden. Grundsätzlich wird mit den Instrumenten zunächst mal ein düsteres Setting in die Ohren der Hörer gepflanzt. Nicht ganz unschuldig daran der Bass und das Cello und die gewollt dissonanten Töne im Arrangement, die das leicht Beschwingte der Melodien immer wieder ins Düstere ziehen und die „Dämonen“ heraufbeschwören.

Der Opener „Alles anders“ ist ein schwermütiges Liebeslied, das mit einem stetigen, zum Mitsingen geeigneten Refrain ein gutes Potential zum Evergreen in der Szene hat. „C3H5“ und „Deuxieme Mouvement“ sind Instrumentals mit elektronischen Instrumenten, welche sanfte, aber auch rasante Parts enthalten. Mit dem schnelleren Song „Das letzte Mal“ wird erneut ein Liebeslied in düsterem Ambiente vorgetragen. Wirkt auf dem Album noch ein Chor beim Refrain mit, so wird dieser Teil auf den Konzerten bestimmt gerne von dem Publikum übernommen werden. „Der Panther“ scheint ein kleiner Mutmacher in all der Düsternis zu sein, wenn zum Aufstehen und Springen bei den schnellen Takten aufgerufen wird. Zurücklehnen kann man sich bei „Die Zeit“, einem sehnsüchtigen Song, der mittendrin von einem kleinen Gitarrenspiel auf Tempo gebracht wird. „Ganz egal“ kommt mit seinem melodischen Refrain in die Nähe einer Hymne und ruft im Text dazu auf, seinen Weg zu gehen, egal, was geschieht, sich einfach nicht unterkriegen zu lassen. Die Gitarre bringt mühsam einen Ton nach dem anderen hervor, der Gesang setzt ein und die Streicher begleiten. Dann hebt sich die Stimme und die gesamte Band setzt ein. Der Titeltrack ist eine Ballade, die Bilder im Kopf des Hörers erzeugt, wenn man sich darauf einlässt. Der Schrei des Todes und sein Wille, nach draußen zu gelangen. Raus aus dem Grab. Er umgarnt in „Koma“ seine Liebste, bis der Song in einem Schrei abbricht. Mit Streichern setzt „Nein!“ ein und fordert in einer Art Sprechgesang den Hörer zum Widerstand auf. Streicher gepaart mit Electronicbeats beherrschen das Instrumentalstück „Opus III“. Wie das Schwirren einer Fliege beginnt „Traum im Traum“ und erzählt von dem Traummann, der nicht außerhalb des Traumes leben möchte. Gezupft startet „Verweht“ und bietet somit einen Hauch Andalusien. „Zusammen“ zelebriert einen Marsch zum Nordpol – „Für immer zusammen und immer vereint gegen den Strom“ wird in eine Melodie gepackt, die dafür geeignet ist, seinen Nebenmann unterzuhaken. Im Hintergrund hämmern dabei die Gitarren.

Ein buntgemischtes, fesselndes Album mit elektronischen und auch den klassischen, mittelalterlichen Instrumenten. Die LETZTE INSTANZ erreicht sowohl mit ihren schnellen wie den sanften Songs die Seelen ihrer Hörer. Eingängige Refrains laden immer wieder zum Mitsingen ein.

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