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LEWIS & THE STRANGE MAGICS - Velvet Skin

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Artist LEWIS & THE STRANGE MAGICS
Title Velvet Skin
Homepage LEWIS & THE STRANGE MAGICS
Label SOULSELLER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.0/10 (1 Bewertungen)

Bei dem spanischen Trio LEWIS & THE STRANGE MAGICS handelt es sich um eine erst seit Sommer 2014 existierende Band, die mit „Velvet Skin“ heuer ihr offizielles Debüt veröffentlicht hat. Lange fackeln ist offenbar nicht die Sache von Namensgeber Lewis P., der nicht nur für den Gesang, sondern auch für sämtliche Gitarren- und Bassparts verantwortlich zeichnet, und seinen Mitstreitern an den Drums und am Keyboard.

Leider beschleicht einen bereits beim ersten Hördurchlauf ziemlich schnell das ungute Gefühl, dass es besser gewesen wäre, den Songs, und womöglich sogar der Bandkonstellation selbst, noch ein oder zwei Jahre Reifezeit zuzugestehen. Ein Eindruck, der sich zwar im Verlauf der etwa 42 Minuten Spielzeit des Albums relativiert, jedoch nie völlig verschwindet. In letzter Konsequenz zu unausgegoren wirkt diese grundsätzlich interessante, technisch ordentlich präsentierte Mischung aus Siebziger-Psychedelic-Orgelsounds, Hardrock-Riffs und Sixties-Popmelodien. Es ist wahrlich nicht alles schlecht auf „Velvet Skin“. „Golden Threads“ zum Beispiel weiß zunächst mit kraftvollem Riffing zwischen BLACK SABBATH und URIAH HEEP zu gefallen, bis ein allzu abruptes Break den Song plötzlich in Richtung MADNESS pusht. Der Opener „Carbon Wine“ hat ordentlich Drive, vertändelt diesen jedoch mit einigermaßen unsäglichen pseudo-funkigen Gitarren und einfallslosen Background-Gesängen, leider beides Elemente, die sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen. Der Titelsong „Nina (Velvet Skin)“ groovt sich sehr chillig ins Ohr, bevor der Herzschmerz Überhand nimmt und man sich an Schmachtfetzen wie GARY MOOREs „Still Got The Blues“ erinnert fühlt. Ähnlich ergeht es dem „Female Vampire“. Da bleibt dann von der im Info herauf beschworenen „psychedelischen, dunklen Atmosphäre“ leider nicht viel übrig außer dem leicht modrigen Geruch von Altbackenem. Daran ändern auch die okkult-erotischen Texte nichts. Im Grunde sind LEWIS & THE STRANGE MAGICS immer dann am besten, wenn sie entspannt und vor allen Dingen schnörkellos, ohne irgendwelche überambitionierten Einfälle, vor sich hin zocken, wie in „How To Be You“ oder „Cloudy Grey Cube“. In diesen Momenten zeigt sich, dass die Herren aus Barcelona (und mit einer offensichtlichen Vorliebe für Jess Franco und dessen Muse Lina Romay) durchaus vom Fach sind und das Rad zwar nicht unbedingt neu erfinden müssen, aber in der Lage sind, ein vorhandenes solches ordentlich in Bewegung zu halten.

Fazit: „Velvet Skin“ krankt nicht an mangelnder Qualität, sondern hauptsächlich an seiner Holprigkeit und – ja – auch an seiner Belanglosigkeit. Es taugt somit eher als Lebenszeichen einer Band, die durchaus zeigt, dass sie das Potential hat, in nächster Zeit einmal richtig gute Alben abzuliefern. Möge das abschließende, wirklich gute, achtminütige „Your Evil Trip“ ein Wegweiser hierhin sein. Gute Reise!

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