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LEYA - Watch you don’t take off

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Artist LEYA
Title Watch you don’t take off
Homepage LEYA
Label RUBYWORKS
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Dich schafft gerade die Leidenschaft? Der Liebe Last liegt zentnerschwer auf Deinem Herzen? Dein Körper ist nur noch Hülle, während der Rest die Sehnsucht sucht? Und in Deinem Player rotieren COLDPLAY oder KEANE? Pah! Diesen Sommer wird zu LEYA gelitten, bittschön! Das irische Quartett liefert dazu mit seinem Debüt „Watch you don’t take off“ 11 gnadenlose Tränentreiber de luxe. Lass Johnnie Walker und Sänger Ciaran Gribbin deine Freunde sein. Letztendlich werden sie Dir beide keinen wahren Trost spenden, aber wer ist schon rationalen Argumenten aufgeschlossen, wenn er leiden WILL.

Beim Einsteiger „Let’s Pretend“ keimt noch der letzte Funken Hoffnung auf, das Drumming (Paul Hamilton) wie ein dumpfer Herzschlag, während sich Ciaran im Refrain von Streichern unterstützt episch auf den ersten Peak zuarbeitet. Doch schon bei „Stay“ mit seinem Klangteppich aus sanften Pianoläufen und sparsamen Saiteneinsatz (Gareth Huges – Bass), wirst Du zum Taschentuch greifen, um Deinen Emotionen zum Auf- und Abtreiben der Musik freien Lauf zu lassen. Am Ende wird sich alles immer mehr verdichten, um letztlich zu verschwimmen. Zum dynamischen „On all my Sundays“, das Dich an Frühwerke von U2 und Bonos geile Stimme erinnert, wirst Du rastlos umherlaufen, und noch bevor die langsam aufgebauten Piano- und Streicherwände einstürzen, ihm/ ihr auf den AB gesprochen haben, wie gut Du auch alleine klarkommst, um anschließend mit dem Kopf mehrfach gegen die Wand zu schlagen, entsetzt darüber, wie Du Dich so zum Deppen machen kannst. Hundertmal wirst Du ihren/ seinen Namen in die Luft schreiben, und im Hintergrund heult Ciaran elegisch „Again“ während Du Deine Nase in einen zurückgelassenen Pulli steckst und der süße Schmerz weiter in Dir pocht.

Falls Du Dich gerade nicht im hormonellen Ausnahmezustand befindest, wirst Du feststellen, dass „When you least expect it“ wie ein alter SLADE-Schunkler klingt und beim viel zu kurzen „Moving on“ wirst Du an EMBRACE denken, für die LEYA schon als Support am Start waren. Beim aggressivsten und lautesten Stück der Scheibe „The dream the money bought“ (Michael Keeney – Keys/ Noises) wirst Du Dich fragen, warum U2 heute so was nicht mehr hinbekommt, und solltest Du wirklich ohne Serotonin-Underkill die kompletten 51 Minuten am Stück gehört haben, werden Dir trotz der tollen Stimme von Ciaran die ständig wiederkehrenden Streicher- und Klavierkaskaden und die geballte Ladung Kontemplation auf den Senkel gehen. Dann pack’s weg für schlechte Zeiten… “A wise man once said it’s better to live for just one day in love than forever without.“

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