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LIA FAIL - Cynical Stones

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Artist LIA FAIL
Title Cynical Stones
Label THREE LEGGED
Leserbewertung
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8.4/10 (5 Bewertungen)

Der Lia Fáil, zu Deutsch „Stein von Fal“, ist der Erzählung nach der Stein der irischen Könige. Seine Macht soll darin bestanden haben, dass er aufschrie, wenn sich ein wahrer König auf ihn setzte. Er soll in der Mitte Irlands gestanden haben. Soviel zur Legende. Reisen wir in die Gegenwart zurück und in den Süden Europas. In Bologna haben sich zu Beginn des Jahrtausends fünf Musiker eben dieser Legende wieder angenommen. Mysteriös bleibt es trotzdem ein wenig, denn obwohl das vorliegende Debüt „Cynical stones“ (Zynische Steine) bereits 2012 erschien, landete es erst kürzlich in unserer Redaktion, ebenso wie in einigen anderen. Auch wenn nicht mehr ganz aktuell, möchte ich dennoch ein paar Worte zu dem Werk finden.

Wie bei vielen italienischen Bands ist auch bei LIA FAIL die Besetzung recht umfangreich. Neben Sängerin Sabella Spiga und Sänger Andrea Carboni gehören noch drei Musiker zur Stammbesetzung. Dazu kommen diverse Gäste. So erfreut sich „Cynical stones“ einer umfangreichen Instrumentierung aus Gitarre, Geige, Percusions, Trommeln, Bass, Flöte und anderen Instrumenten. Die ideale Voraussetzung für klassischen Neofolk, der auch musikalisch sehr gut umgesetzt ist. Allerdings driftet der geschwollene Gesang stark ins Poppige, fast Fröhliche mit einem Pathos von Herzschmerz, entgegen den Inhalten von Hoffnungslosigkeit, Schmerz, Tod und Vergänglichkeit. Unerklärt bleibt auch, welche Erfahrungen die Italiener mit meiner Wahlheimat gemacht haben. In ihrem gleichnamigen Song beschreiben sie Leipzig als „a city of corpses“ voller Einsamkeit und Dunkelheit. Kann ich so nicht bestätigen.

Fazit: Schöne Melodien von Musikern, die ihr Handwerk verstehen. Gesanglich ist es jedoch kein Neofolk, sondern eher Folk-Pop und an manchen Stellen scheint sogar der Begriff Spielmannsmusik nicht unangebracht. Damit sind LIA FAIL eher Heavenly Voices- und Weltmusik-Freunden zu empfehlen, denn gestandenen Neofolkern. Aber mögliche Überschneidungen sind da ja nicht ungewöhnlich.

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