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LIBRARY VOICES - Lovish

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Artist LIBRARY VOICES
Title Lovish
Homepage LIBRARY VOICES
Label NEVADO MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Brennan Ross, Michael Dawson, Amanda Scandrett, Mike Thievin, Ethan Anderson, Paul Gutheil und Carl Johnson sind in der kanadischen Prärie von Regina/Saskatchewan zuhause. „Lovish” ist das dritte, selbst produzierte Album der Band, die für die Aufnahmen erneut in ein altes Bestattungsunternehmen gegangen ist. Dass es diese Platte überhaupt gibt, ist nicht selbstverständlich, denn zum einen wurde Sänger und Gitarrist Carl Opfer wahlloser Gewalt auf offener Straße und zog sich dabei schwerwiegende Verletzungen zu, die bis heute nicht vollständig ausgeheilt sind, zum anderen hatte der Zusammenhalt der Kapelle beim monatelangen Touren einiges auszuhalten. Wenn man nach einer furchtbaren Nacht in einem der wahrscheinlich grauenvollsten Hostels Amsterdams am nächsten Tag in Paris auch noch auf Hunderte Ratten trifft, die den Band-Van belagern, stellt sich vermutlich schon mal die Frage, ob es für die gemeinsame Kapelle wirklich eine Zukunft gibt.

Dass „Lovish“ jetzt in die Läden kommt, dürfte Antwort genug sein und immerhin hat Johnson trotz seines Handicaps sieben der elf Songs beisteuern können. Bei den übrigen vier Liedern stand diesmal Brennan Ross am Mikro – so auch bei der ersten Single „Oh Donna“, die gleichzeitig den Longplayer eröffnet. Außerdem hört man ihm bei der düsteren Hymne „Sunburnt In LA“, wohingegen Carl dem knackigen „Slacker“ seine Stimme leiht. Tiefenentspannt übernimmt das schwurbelige „ZZYZX“, das ähnlich wie „Hey! Adrienne“ die Gitarren in den Fokus rückt, während im Hintergrund Vintage Space Echoes wabern. „The Wild Roar of Love“ schlägt derweil leise Retro-Sounds an, bevor „Escape Artist” tiefenentspannt übernimmt. „Fangs of Love” und „Death By Small Talk“ stehen dem in nichts nach und können sogar noch ein paar Coolness-Punkte sammeln, ehe „Bored In Berlin“ rhythmusbetont Tempo macht. Fehlt noch „Every Night“, das den dritten Streich der Kanadier mit unterkühltem Bombast großartig enden lässt.

Einst haben LIBRARY VOICES ihre T-Shirt mit dem Spruch „Pop As Fuck“ bedruckt, jetzt amüsiert sich Michael Dawson, Texter und Multi-Instrumentalist der Combo, darüber, dass die Regierung sein Handy überwacht, weil er mal ein Stück über die Tochter des Premierministers geschrieben hat. Das macht ihn, der sich jetzt übrigens auf Liebeslieder verlegt hat, für eine Redakteurin des Terrorverlages natürlich besonders sympathisch, denn bei uns waren bestimmt auch schon NSA & Co. zum Korrekturlesen.

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