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LICHTGESTALT - Motorenherz

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Artist LICHTGESTALT
Title Motorenherz
Homepage LICHTGESTALT
Label DANSE MACABRE
Leserbewertung
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8.7/10 (3 Bewertungen)

LICHTGESTALT spielen eine interessante Mischung aus Neuer Deutscher Härte, Heavy Metal, Hard Rock mit einigen Thrash-Metal-Einsprengseln und ab und an etwas räudig-punkigen Riffs. Die durchgehend deutschen Texte auf dem aktuellen Album „Motorenherz“ drehen sich um Zwischenmenschliches, um Kraft und Stärke (Titeltrack, „Geh´ meinen Weg“), religiöse Themen kombiniert mit Kritik an Vertretern der Amtskirche („Zöllibat“ mit lateinischem Intro, „Der kalte Mann“), oder mal wehmütig und fast schlagerartig („Grau in Grau“). Das kommt mal rumpelig aus den Lautsprechern, knallt fett produziert aus den Kopfhörern und macht meistens gute Laune, wenn man mit der Mischung aus NDH & härterem Hardrock klar kommt. Worin aber die Bezeichnung des Musikstils im Pressetext als Gothic Metal begründet sein mag, hat sich mir bis auf das Styling der 4 Herren auf dem Promofoto im schön und stilvoll gestaltetem Booklet nicht ganz erschlossen…

Aber abseits der Klischees: mitnichten haben wir es hier lediglich mit testosterongeschwängerter Bikermucke zu tun, wie die Vermutung bei Thematiken & Design nahelegen könnte, sondern Musik & Texte sind durchaus vielschichtiger und mehrdimensional zu verstehen. Musikalisch ist das Ganze auf hohem Niveau geschrieben, arrangiert und ziemlich groß produziert von Michael Lück. Eingespielt wurde es von den Bandmitgliedern von LICHTGESTALT, welche allesamt aus NRW kommen, namens Thomas C Hertz (Gesang), Der Heizzer (Gitarre, Synths, Gesang), Lippmann (Bass) und Brukke (Schlagzeug und Gesang). Nach der VÖ der ersten erfolgreichen EP „Entfessele den Sturm“, deren Titelstück sich hier als Opener wiederfindet, nun also der erste Longplayer. Toningenieur & Produzent der Scheibe war Martin Buchwalter und der Gitarrist von RAGE, Victor Smolski, steuerte ebenfalls sein Fachwissen bei.

Wer die Mischung aus ND, thrashigem Hardrock mit gelegentlichen Gothic Metal-Anleihen und punkigen Einschlägen gerne mag, sollte ins Album hineinhören. Anspieltipps: „Energie“, „Drück ab“, „Entfessele den Sturm“ und die stärkste Nummer: das Titelstück – macht Spaß bei zügigen Autofahrten!

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