Band Filter

LIFEHOUSE - Smoke & Mirrors

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LIFEHOUSE
Title Smoke & Mirrors
Homepage LIFEHOUSE
Label GEFFEN
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Daheim in den Staaten sind LIFEHOUSE seit zehn Jahren eine ziemlich große Nummer. Bei uns konnten sie mit ihrem College Rock anders als beispielsweise die Kollegen von 3 DOORS DOWN oder NICKELBACK nie so richtig Fuß fassen. An die 2001er Erfolge der bis dato erfolgreichsten Single „Hanging By A Moment“ kamen die Kalifornier hierzulande nicht wieder heran, dabei sind sie ihrem Feelgood-Rock über die Jahre treu geblieben und konnten mit ihrem fünften Sudioalbum „Smoke & Mirror“ bereits die heimischen Top Ten knacken.

LIFEHOUSE machen aber auch genau die Mucke, mit der sie ihre Landsleute seit einem Jahrzehnt mehr oder weniger ununterbrochen in die Stadien locken können. Genannt sei da die aktuelle Hitsingle „Halfway Gone“, die alles mitbringt, was eine unwiderstehliche Pop-/Rockhymne braucht: explosive Gitarren treffen hier auf einen Ohrwurn-Refrain, der fast zum Mitsingen zwingt. Damit verbreitet das Quartett wie schon mit dem Opener „All In“ oder dem eingängigen „Falling In“ jede Menge gute Laune, ohne auf die unvermeidbaren Balladen zu verzichten. Bei „Nerve Damage“ gibt’s neben blusigen Schmuseelementen auch knackige Hooklines auf die Ohren, während „It Is What It Is“ und „From Where You Are“ durchgängig auf Kuschelatmosphäre setzen. Der Titeltrack „Smoke & Mirrors“ bringt derweil wieder Alternative-Rock mit weichem Kern in rauer Schale, um mit „Wreckling Ball“, „Here Tomorrow Gone Today“ und „By Your Side“ klassische LIFEHOUSE-Nummern nachzulegen. „In Your Skin“ und „All That I’m Asking For“ bringen erneut viel Romantik ins Spiel und für „Had Enough“ konnte Chris Daughtry von der gleichnamigen Post-Grunge-Kapelle gewonnen werden, ehe bei „Crash And Burn“ die Sechssaiter wieder für einen kurzen Moment das Sagen übernehmen. Unterm Strich zählen bei LIFEHOUSE allerdings die großen Emotionen mehr als massive Gitarrenwände. Deshalb darf zu „Everything“ und „Near Life Experience“ noch mal ordentlich geschmachtet werden, um beim finalen Demolition Crew Remix von „Halfway Gone“ zu guter Letzt doch noch das Tanzbein zu schwingen.

Besonders innovativ ist das natürlich nicht, was LIFEHOUSE da mit „Smoke & Mirrors“ abliefern. Doch der Sound wird angenehm von Jason Wades rauchiger Stimme getragen, die Instrumente sind unaufdringlich präsent, was in Gänze zu einer Platte führt, die niemandem weh tut, aber definitiv auch nicht schlechter ist als der Output anderen Bands mit mehr kommerziellen Erfolg. Gut gemachter College Rock eben.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu LIFEHOUSE