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LIFE’S DECAY - Szilentia

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Artist LIFE’S DECAY
Title Szilentia
Homepage LIFE’S DECAY
Label ABSTRAKTSENS PRODUKTIONS
Leserbewertung
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Sollte in nächster Zeit die Welt untergehen, wäre „Szilentia“ von LIFE’S DECAY wohl musikalisch gesehen das passende Album dazu. Tiefe Streicher gemischt mit Trommelsounds, die wie Maschinengewehrsalven klingen, unterstreichen das Ganze noch. Einzig der honigsüße und fast mädchenhafte Gesang von Alea will nicht so recht dazu passen. Aber gerade diese Ambivalenz macht „Szilentia“ so interessant. Außerdem habe ich ein Faible für französischen Gesang, da dieser immer so einen leicht anzüglichen Unterton besitzt. Ergo kann man der Sache eine gewisse Erotik nicht absprechen, besonders wenn der Text mehr gehaucht als gesungen wird.

Insgesamt ist die Musik von LIFE’S DECAY wohl eher experimentell zu nennen. So mischt sich Neo-Klassik mit Industrial und Folk Elementen und ist dabei doch recht eingängig ausgefallen. Bei „Inksterna“ wird zeitweise ein Akkordeon eingesetzt, was dem Lied einen sehr französischen Touch gibt und Bilder von Baskenmützen, Oberlippenbärten und gestreiften Pullis heraufbeschwört. Um an dieser Stelle mal die Klischees zu pflegen. Auch ansonsten ist die Titelwahl ziemlich exzentrisch ausgefallen. Da reihen sich Lieder namens „Stukarcht“, „Sziktalia“ und „Lawsia“ aneinander. Übersetzungen dafür sucht man vergeblich. Vermutlich, weil es keine gibt.

Für Fans von LIFE’S DECAY ist „Szilentia“ mit Sicherheit ein Muss. Allen anderen soll gesagt sein, dass es ein durchaus nett gemachtes Album ist, aber nicht unbedingt zu den herausragendsten unserer Tage zählt. Zumal Musik und Gesang schon sehr eigenwillig sind und man durchgehend das Gefühl hat, dass das irgendwie nicht so ganz zusammen passt. Ich denke, man muss den Stil mögen, um sich mit „Szilentia“ anfreunden zu können.

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