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LIFTHRASIL - Vor dem Sturm

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LIFTHRASIL
Title Vor dem Sturm
Homepage LIFTHRASIL
Label SUPREME CHAOS RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (1 Bewertungen)

Zuerst ein Ausflug in die Mythologie: Lifthrasil ist neben Lif der einzige Mensch, welcher in einem Baumstamm versteckt Ragnarök überlebt. Und so konnte er 1999 als Namensgeber für eine junge Stuttgarter Black/ Death-Kapelle fungieren, welche mit „Vor dem Sturm“ ihr Full Length Debüt vorlegt. Ursprünglich als Quartett gegründet, dann zum Sixpack mutiert, um schließlich wieder 2 Mitglieder zu verlieren, konnte man bis dato mit dem selbstbetitelten Demo (aus dem Jahre 2001) und einer Teilnahme am Sonic Seducer „Battle of the Bands“ auf sich aufmerksam machen. Schon diese Tatsache deutet daraufhin, dass es sich hier um keine allzu grimmigen Vertreter der reinen schwarzen Farbenlehre handelt, was der Qualität natürlich keinen Abbruch tut.

Nach einem opulenten Intro geht die schwarz-melodische Reise los, denn hier wird nicht auf pure Raserei gesetzt, ganz im Gegenteil. Meistenteils agiert man im getragenen Midtempo, allerdings mit gehöriger Aggressivität beim Riffing und häufiger Keyboard-Unterstützung. Der besondere Clou: Shouter Robert Krizek intoniert ausschließlich in deutsch und das – trotz kehliger Variante – sogar recht verständlich. Dadurch bekommt die ganze Sache einen leicht avantgardistischen Anstrich und man bemerkt auch recht schnell, dass hier keine lyrischen Dilettanten am Werk sind. In Verbindung mit dem sehr gelungenen Artwork wird deutlich: Den Schwaben liegt das künstlerische Gesamtbild am Herzen, nicht allein die Musik. Was letztere angeht, möchte ich besonders auf „Das letzte Gefecht“ hinweisen, ein sehr epischer Track mit äußerst gelungener Einleitung. Und natürlich das Titelstück, welches kurioserweise sehr an U2’s „New Year’s Day“ erinnert und direkt Chancen hätte, zum Hit zu avancieren. Gegen Ende geht es dann an einigen Stellen auch mal heftiger zur Sache („Entmenschlichung“), bevor das Instrumental „In den schwarzen Hallen“ die Scheibe filmreif abrundet.

Auch wenn hier und da ein paar unrunde Stellen zu bemerken sind, überwiegen doch die positiven Aspekte. Was man auf „Vor dem Sturm“ in punkto Songwriting abgeliefert hat, ist gerade für ein Debüt sehr beachtlich, vor allem, weil man sich gleich eine eigene kleine Nische schafft. Für alle, die es nicht zu brutal mögen und einen Schuss Romantik vertragen können, eine gelungene Alternative zur etablierten Konkurrenz.

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