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LIGEIA - Bad News

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LIGEIA
Title Bad News
Homepage LIGEIA
Label FERRET/ HELLFEST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Überraschend gut lässt sich “Bad News”, der neue Longplayer der Edgar Allan Poe Freunde LIGEIA (nicht verwechseln mit diversen anderen Bands, die unter diesem Namen firmieren. Hier regiert der Metal-Core!) an… Nachdem der Vorgänger und Erstling „Your ghost is a gift“ lediglich für einen Durchgang reichte und danach meiner Vergessenheit anheim fiel, bietet der Vierer nun deutlich mehr an Abwechslung und Durchschlagskraft, kann aber das Niveau trotzdem noch nicht durchgängig halten… im letzten Drittel fällt das Album doch wieder ab und bietet wenig außergewöhnliches.

Mit dem Titelsong legt die Frauenvernaschende Power-Bande aber recht fulminant los. Schweinerock, EVERY TIME I DIE-Vocals, Stampf-Riffs, treibender Rhythmus, Breakdown, Atmo-Gitarren-Part und eine gute Melodie lassen auf ein sehr gutes Album hoffen. Der nächste Song heißt „Johnny Cash“ und hat damit schon einmal gewonnen. Aber auch davon losgelöst gibt es hier verzweifelt, dreckig, treibenden Hardcore 2.0 auf die Ohren, lediglich lyrische Glanzleistungen wie: „I got no money, I got no pills, honey…“ ziehen den Eindruck etwas runter, dieser wird aber stantepede vom schweineigeligen Gitarrensolo wieder ins rechte Licht gerückt. Die Lyrics sind insgesamt aber wirklich alles andere als Pulitzer Preis verdächtig und handeln meist nur vom flach legen und gerade stehen (Songtitel wie „Hot Mess“ und „One Night Stand“ lassen kaum Raum für etwaige Textinterpretationen…). So handelt der folgende Track denn gleich auch vom Alkoholkonsum („I’ve been drinking“), rockt dafür ordentlich und glänzt doch tatsächlich mit Scratches, die ich so das letzte Mal vor ca. 100 Jahren gehört habe (PUBLIC ENEMY und ANTHRAX lassen grüßen!). Sachen gibt’s! Das schon erwähnte „Hot Mess“ gehört auch noch zur guten Seite der Macht, auch wenn die latent beliebige Melodie, die Band etwas zu sehr im Standard-Metal-Core-Licht erscheinen lässt. Zu oft durchgezogen worden, der Stiefel. „Teenage Wasteland“ (Hier schon wieder: „Drinking Whiskey, driving risky…“) zieht das Tempo etwas an, klingt wieder unverschämt nach ETID, hat aber einen sexy Frauen-Sprech-Chor zu bieten, der dem Zuhörer ein laszives „Hell Yeah“ entgegen stöhnt. Mit einem „Interlude“ werden erst einmal ruhigere Seiten aufgezogen, danach wird der fünfte Gang auch selten wieder gefunden. „Bombshell“ wildert in abgehangenem Alternative-Rock-Gefilden, „Heroin Diaries“ ist sogar eine Schluffi-Akustik-Ballade, bei der sich so manches minderjährige Emo-Mädchen, zum lustvollen ritzen veranlasst sehen wird. Die letzten beiden Tracks stören nicht wirklich, reißen aber keine Bäume mehr aus…

Kein schlechtes Album, aber auch kein wirklich großer Knaller. Da gab es dieses Jahr einfach qualitativ hochwertigeres, vor allen Dingen von Ferret selber. Ken Susi hat solide, aber überraschungsarm produziert und das Cover gehört definitiv zu Tiefpunkten, einer bald vergessenen Kunst…

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