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LIMB - Terminal

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Artist LIMB
Title Terminal
Label NEW HEAVY SOUNDS
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Im letzten Jahr hat die Londoner Doom-/Stoner-/Sludge-Metal-Kapelle LIMB ihr selbstbetiteltes Debüt präsentiert. Heuer gibt’s bereits Nachschlag, der auf den Namen „Terminal“ hört und es noch mal ne Nummer heftiger krachen lässt. Daran ist der Neuzugang an den Fellen, Mr. Tom Mowforth (ex UNCLE ACID) zweifellos nicht ganz unschuldig, denn der Mann hinter der Schießbude treibt die Kollegen Rob Hoey (Gesang), Sam Cooper (Bass) und Pat Pask (Gitarre) zu wahrlich kraftvollen Sounds an.

Der knackige Opener „Three Snake Leaves“ fackelt deshalb auch nicht lange und eine Aufwärmphase gibt’s schon mal gar nicht. Nahtlos schließt sich auch das scheppernde „Ghost Dance“ im Kopfnicker-Modus an, während sich Fronter Rob durchgängig die Lunge aus dem Leib brüllt und die Gitarrenfraktion beispielsweise beim straighten „Micromegas“ ein runtergestimmtes Sperrfeuer monumentaler Riffs zündet. „Dawn Raiders“ übernimmt mit unheilschwangeren Krachlatten, die trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Gefahr, von der sie künden, eine magische Anziehungskraft besitzen, ehe „Spoils of A Portrait King“ weiterhin im düsteren Endzeit-Modus unterwegs ist. Mit dem temporeichen „Down By The Banks“ machen sich LIMB zweifellos auch bei der MOTÖRHEAD-Anhängerschaft Freunde (btw: Gute Besserung an Lemmy!) und dank „Sleepwalkers“ darf der geneigte Hörer zumindest für einen ganz kurzen Moment wieder runterkommen, bevor es mit „Mortuary Teeth“ abermals brachial zur Sache geht und das finale „Cocytus“ über knapp neun Minuten noch mal alle Genre-Register zieht und die Apokalypse ihre Vollendung findet.

Seit 2011 holzen LIMB inzwischen alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. Mit „Terminal“ tun sie dies noch energischer, drängender und kompromissloser als auf ihrem 2014er Erstling. Man beachte diesbezüglich auch die Warnung der Plattenfirma: „This album is guaranteed to blow your ears, speakers, and minds!“ – oder war das ein Versprechen?

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