Band Filter

Request did not return a valid result

LIMP BIZKIT - Gold Cobra

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LIMP BIZKIT
Title Gold Cobra
Homepage LIMP BIZKIT
Label INTERSCOPE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.7/10 (27 Bewertungen)

Da ist es also… das Comeback von LIMP BIZKIT in Original-Besetzung! Doch was kann man erwarten von einer Band, die vor mehr als 10 Jahren zusammen mit KORN den NuMetal/ CrossOver beherrscht hat und sich dann 2003 mit „Behind blue Eyes“ sowohl in den Mainstream als auch ins musikalische Abseits geschossen hat?

Ein großer Vorteil ist ohne Frage die Rückkehr von Gitarren-Weirdo Wes Borland, ohne den Fronter Fred Durst ganz deutlich auf dem Trockenen sitzt (gesessen hat). So ist es einfach die Kombination aus den geschrienen Hasstiraden, jaulenden Strophen, sarkastischen Raps mit den deftigen Riffwänden und unverkennbaren Gitarrenlicks, die den LIMP BIZKIT-Sound ausmachen. So pushen sich Fred Durst und Wes Borland gegenseitig zu puren Emotionsausbrüchen, halten sich andererseits aber auch wie Magnete auf dem Highway, der den roten Faden eines Albums darstellt. Musikalisch holt „Cold Cobra“ wieder das raus, was die NuMetaller besonders auf „Chocolate Starfish…“ ausgemacht hat. Sei es das groovende Titelstück, das pumpende „Shotgun“, das mit wütenden Ausbrüchen durchstoßende „Get a Life“ oder das HipHop-Stück „Douchebag“, in dem es wieder mehr „Fucks“ zu hören gibt, als man zählen kann. Mit „Walking away“ findet sich dann auch wieder eine potenzielle Hit-Ballade auf dem neuen Album, wobei auch dieser Song mit einem deftigen Ausbruch gespickt und somit nicht so unbedingt als Single geeignet ist. Viel eher ist dazu das folgende „Loser“ geeignet, das melodisch-getragen vor sich hin groovt und bei dem auch endlich mal die Performance von Klasse-Basser Sam Rivers in den Vordergrund tritt. Natürlich lässt sich Fred Durst wieder über diverse Musiker-Kollegen und deren Arbeits(nach)weise aus. So bekommen bei „Autotunage“ so ziemliche alle Pop-Tunes ihr Fett weg und werden mit Hilfe des entsprechenden Effekts (von CHER in „Believe“ in Perfektion dargeboten) veralbert, wobei man aber auch mit Selbstironie nicht zurückhält.

Keine Frage, LIMP BIZKIT sind wieder da – genauso wie man sie kennt und zumindest früher auch geliebt hat. Einige deftige Nu Metal-Kracher, ein paar HipHop-Rhymes und eine ordentliche Schippe Humor/ Albernheit. Was heute wie „damals“ durchaus Kopfschütteln verursachen könnte, bringt Fred Durst & Co. wieder zurück auf die Bildfläche einer Musik-Szene, die vollgestopft von seelenlosem Emo, Core, HipHop und Pop-Zumutungen nur so überquillt und vielleicht genau diesen Arschtritt braucht!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

LIMP BIZKIT - Weitere Rezensionen

Mehr zu LIMP BIZKIT