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LIMP BIZKIT - Results may vary

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Artist LIMP BIZKIT
Title Results may vary
Homepage LIMP BIZKIT
Label FLIP/ INTERSCOPE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.0/10 (5 Bewertungen)

Da haben sich aber Fred Durst und seine Mannen einen gefährlichen Titel für ihre vierte CD ausgesucht. „Results may vary“ (also in etwa „Die Ergebnisse können unterschiedlich ausfallen“) dürfte so manchen Kritiker dazu reizen, die Worte auch auf die Qualität der Scheibe zu münzen. Aber so platt wollen wir heute mal nicht sein und schauen daher, ob sich der erweiterte Studioaufenthalt gelohnt hat. Immerhin sagte man dafür ja Festivals in Europa ab, was nicht gerade zur Sympathiemaximierung beigetragen hat. Außerdem wurde Freddie ja in letzter Zeit eher für seine sexuelle Potenz bei fallenden Pop-Sternchen gerühmt als für musikalische Ergüsse…

Die Angst war unbegründet, das wird schon nach wenigen Durchläufen klar. Immerhin fast 70 Minuten Musik hat man auf den Silberling gepackt, was z.B. die Konkurrenz von LINKIN PARK mal gerade mit 2 Alben geschafft hat. Dabei fällt ein deutlicher Ruck in Richtung „Erwachsenwerden“ auf, der Rock behält klar die Oberhand über die Hip Hop-Anteile. Schon die Single „Eat you alive“ ist ein stimmungsvoller und abwechslungsreicher Track fernab von Klischees geworden und gibt somit die Richtung für das vor, was noch kommen mag. Für mich das beste Stück der Bandgeschichte neben der Impossible Mission-Bearbeitung. Gleich danach regiert allerdings das Klischee, weil man mit „Gimme the Mic“ das typische Rap-Metal-Crossover Stück auf die Scheibe packte, vielleicht um auf Nummer sicher bei den Kiddies zu gehen? Erst 60 Minuten später weiß man, das das schon der klangliche Tiefpunkt gewesen sein wird. Wesentlich atmosphärischer wird es z.B. beim ruhigen „Down another Day“, welches wie der Titel schon andeutet sehr in die melancholische Richtung driftet. Noch deutlicher wird das bei Dursts persönlicher Nabelschau „Behind blue Eyes“, wo er sich den Frust der letzten Zeit von der Seele singt. Das Original stammt natürlich von THE WHO aber Textzeilen wie „No one knows what it`s like to be the bad man, to be the sad man“ scheinen perfekt zum umstrittenen Ami zu passen, ein Blick in das Innere eines zerrissenen Menschen. Noch einige weitere Male erschaffen die Gitarren wohlig trübe Stimmungen mit poppig darkem 80er Feeling („Creamer“, „Almost over“), die dann wieder wirkungsvoll von neuzeitlichen Nu Metal Gitarrenschüben kontrastiert werden. Eine Ausnahme davon ist sicher das hip hoppige „Red Light – Green Light“, an dem DJ Lethal partizipierte und das man sich gut in diesen neumodischen schwarzen Actionstreifen wie „Romeo must Die“ vorstellen kann. Stück Nr.11 „Lonely World“ erinnert dagegen wieder sehr stark an die oben erwähnte Konkurrenz von LP!

LIMP BIZKIT haben das richtige getan: Weg von der zu eindimensionalen Sicht des musikalischen Setzbaukastens, hin zu Emotionalität, Abwechslung und sogar Pop-Attitüde. Ich hoffe nur, das Durst nicht wirklich so endet wie Kurt Cobain, der an einer Stelle erwähnt wird. Nervig allein sind die vielen Versuche, den Fan abzuzocken, mit SMS-News auf dem Handy oder zweifelhaften Gewinnspielen von Werbepartnern auf der Homepage, das hat man nicht nötig, Und jetzt schnell nach Deutschland, um auch live wieder alles gut zu machen…

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