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LINGUA MORTIS ORCHESTRA - LMO

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Artist LINGUA MORTIS ORCHESTRA
Title LMO
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.8/10 (14 Bewertungen)

Wenn jemand einen Trend auslöst und viele andere versuchen diesem nachzueifern, muss der Auslöser irgendwann nochmal zurückkehren und beweisen, wie es richtig geht. Das haben sich Victor Smolski und RAGE anscheinend auch gesagt. Hat das legendäre deutsche Trio 1996 mit ihrem Album „Lingua Mortis“ wahrlich Pionierarbeit in Sachen Verschmelzung von Metal und Klassik geleistet, so zeigt man 2013, dass man nichts aber auch gar nichts verlernt hat!

So hat der Gitarrist und Songwriter dieses Mal gleich mit zwei Orchestern, aus Weißrussland und Barcelona, zusammen gearbeitet und ein wahrliches Highlight des Bombast-Metals kreiert. Wer annimmt, dass das nun eigenständige LINGUA MORTIS ORCHESTRA verstärkt in Richtung Klassik geht, wird überrascht sein. Stattdessen ergänzen sich die beiden Seiten zu wahren Metal-Hymnen der besonderen Art. Kaum ein anderes Projekt schafft es die Härte von eben RAGE mit den symphonischen Klängen zu kombinieren. Da geht kein Druck verloren, die Riffs fliegen, die Drums rotieren und die Vocals peitschen und bekommen durch die klassischen Instrumente noch mehr Intensität. Man spürt deutlich, dass hier die Arrangements nicht auf bereits existierende Songs gedrückt wurden, sondern Metal-Parts und Orchester-Passagen Hand in Hand entstanden sind. So klingt das Album derart aus einem Guss, dass es fast beängstigend ist. Angefangen beim theatralischen „Cleansed by Fire“ über das düstere „The Devil’s Bride“ bis hin zum tragischen „Eye for an Eye“ reisst einen die Geschichte über die Hexenverbrennung um 1599 in Gelnhausen derart mit, dass man sich wahrlich erst am Ende davon lösen kann. Neben der grandiosen Inszenierung von Smolski und der beeindruckenden Umsetzung der Musik setzt natürlich Fronter Peavy wieder einmal ein dickes Ausrufungszeichen. Nicht nur hat er die lyrische Reise des Albums entwickelt, sondern brilliert stimmlich auf ganzer Ebene und wird dabei noch glänzend von den beiden Sängerinnen Jeannette Marchewka und Dana Harnge unterstützt.

Aber natürlich sind auch RAGE weiterhin allgegenwärtig. So hat man sich Bonus-Tracks den Klassiker „Straight to Hell“ und – etwas überraschend – „One more Time“ vorgenommen. Und nachdem Peavy & Co. bereits bewiesen haben, wie Orchester-Metal richtig gemacht wird, zeigen sie zum Finale auch noch, wie man die eigenen Perlen mit klassischen Parts veredelt. Ganz großes Kino!

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