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LINKIN PARK - Living Things

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Artist LINKIN PARK
Title Living Things
Homepage LINKIN PARK
Label WARNER
Leserbewertung
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3.1/10 (38 Bewertungen)

Üblicherweise lassen sich LINKIN PARK zwischen ihren Platten ja gern ein paar Jahre Zeit, da ist es mit dem fünften Studio-Output „Living Things” regelrecht schnell gegangen, denn der letzte Streich „A Thousand Suns“ ist erst 2010 veröffentlicht worden. Vielleicht wollten Chester Bennington, Mike Shinoda und Konsorten ihren Fans jedoch auch möglichst schnell unter beweisen, dass sie sich durchaus noch auf ihren „Ur-Sound“ verstehen, nachdem die vergleichsweise poppigen Klänge von „A Thousand Suns“ doch polarisierten und auch kommerziell nicht den gewohnten Erfolg brachten.

Für das jüngste Baby wurde Starproduzent Rick Rubin ins Boot geholt und es sollte mich wundern, wenn mit „Living Things“ den bisher verkauften gut 50 Millionen Alben nicht noch eine erkleckliche Anzahl Tonträger hinzugefügt würde. Die kalifornischen Crossover-Metaller knüpfen mit der Scheibe an ihr 2000er Debüt „Hybrid Theory“ an und glänzen mit einer starken Mischung aus Electronica, Hip-Hop, Rock und Balladen. Damit konnten sie live bereits die Massen beim Rock am Ring und Rock im Park begeistern und dank der Eingängigkeit der zwölf Songs dürften die Jungs auch den Mainstream-Geschmack bedienen. Allen voran sei da die hymnische Vorab-Single „Burn It Down“ genannt, die es neben der HOSEN-Nummer „Tage wie diese“ zum EM-Mitgröl-Hit bringen könnte. Einen starken Opener liefern LINKIN PARK bereits mit ihrem druckvollen „Lost In The Echo“ ab und auch das folgende „In My Remains“ zeigt sich mit viel Schmackes hitverdächtig. Zu „Lies Greed Misery“ darf ausgelassen gehüpft und mit dem Kopf genickt werden, während die bekannten Gesangs-Battles zwischen den rockigen Vocals von Chester und Mikes Rap-Einlagen laufen. „I’ll Be Gone“ lässt ebenfalls nichts anbrennen, während sich „Castle of Glass“ sehr harmonisch und gleichzeitig straight nach vorn treibend präsentiert. Ganz so wie man LINKIN PARK kennt und die Fans die 1996 gegründete Band lieben. Mit „Victimized“ geht’s wieder in die knallharten Vollen, bevor die Pianoballade „Roads Untraveled“ ruhigere Töne anschlägt und „Skin To Bone“ im Anschluss die technoide Seite der Amis zum Vorschein bringt. Bei „Until It Breaks“ überwiegen die wortgewaltigen Hip-Hop-Anteile, die sich im nur Refrain versöhnlich zeigen und vom instrumentalen „Tinfoil“ abgelöst werden, dessen dezenten Melodien nahtlos im finalen „Powerless“ münden. Kraftlos ist der Track keineswegs, stattdessen gibt’s im Midtempo noch mal in bester LINKIN-PARK-Manier was auf die Mütze und schon sind 37 Minuten wie im Fluge vergangen.

Dafür ist zweifellos der Abwechslungsreichtum der Songs verantwortlich, mit denen LINKIN PARK eindeutig zu ihren Wurzeln zurückkehren, sich aber gleichzeitig nicht neuen Einflüssen versperren. Den eher metallastigen Anhängern mag das nicht immer schmecken, aber auch sie werden ihre Freude an „Living Things“ haben. Die Kontraste passen einfach: wütende Langäxte, Elektro-Spielereien, hier und da ein bisschen Pop und natürlich die sich perfekt ergänzenden Gesangsstile der beiden Fronter.

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