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LIVID HALCYON - Winterlove

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LIVID HALCYON
Title Winterlove
Homepage LIVID HALCYON
Label HELLFEST RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (4 Bewertungen)

Mit „Winterlove” haben LIVID HALCYON bereits im Hochsommer ihre vierte Langrille veröffentlicht. Mich hat der Silberling erst jetzt erreicht, aber vielleicht mussten die Außentemperaturen zunächst Richtung Gefrierpunkt fallen, damit der Albumtitel auch seine Berechtigung hat. Auf jeden Fall hat sich der Vierer aus Aalen vorgenommen, den Hörern mit ihrem Alternative-Metal-Rock-Mix ordentlich einzuheizen. Also gibt’s heuer statt Glühwein und Wärmflasche mal laute Mucke zum Warmwerden.

Der Opener „On My Own“ eröffnet dann auch tatsächlich mit jaulenden Gitarren, ehe Fronterin Meli Graule emotionsgeladen ihren Job macht. Die Schwaben haben bereits für WITHIN TEMPTATION eröffnet und eine stilistische Nähe zu den Käsehäppchen ist nicht von der Hand zu weisen. Zwar knödelt Fräulein Graule auf nicht ganz so hohem Niveau wie Sharon den Adel, jedoch geht’s ähnlich druckvoll und bisweilen auch metallisch zur Sache, wenn die Instrumente loslegen. Als Beispiel seien hier „Calling Out For Me“ und „Break Away“ genannt, wobei die letztgenannte Nummer zunächst mit ein paar Klavierakkorden überrascht, ehe es wieder in die Vollen geht. Ein präsenter Bass (gezupft von Nadine Graule) bildet das Gerüst für „Sleeping Beauty“, das dem Prinzip des Bombast-Sounds treu bleibt. Nach dieser Midtempo-Nummer gibt „Too Late“ wieder melodisch Gas, bevor mit „My Promise“ eine Kuschelrunde eingelegt wird. Für meinen Geschmack zu weich gespült und mit den pathetischen Gitarrenwänden auch zu dick aufgetragen. „Another Day“ bleibt im Schmusemodus, diesmal zeigen sich LIVID HALCYON von ihrer poppigen Seite, mit der sie auch JULI- und DIE HAPPY-Fans auf ihre Seite ziehen dürften. Bei ihren rund 150 Konzerten seit Anfang des Jahrtausend waren auch Support-Shows für diese beiden Kappellen dabei, Gelegenheiten, bei denen auch Tracks wie „Stay“ und „System Overload“ mit treibenden Rhythmen Anklang finden sollten. Mit musikalischer Schwermut schließt sich „Why“ an, während der Titelsong „Winterlove“ final mit großem Besteck für den melancholischen Rock-Overkill sorgt.

Die LIVID HALCYON-Texte zeugen von Wut, Trauer, Hoffnung und Verzweiflung. Es geht weit in die Untiefen der menschlichen Seele und als Transportmedium hat sich das Quartett für opulenten Rock mit allerlei Brimborium entschieden. Das passt durchaus zusammen und wird Genre-Liebhaber zweifellos zufrieden stellen!

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