Band Filter

Request did not return a valid result

LIVING CORPSE - Metaphysical Collapse

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LIVING CORPSE
Title Metaphysical Collapse
Homepage LIVING CORPSE
Label CORONER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Um die Italo-Metaller LIVING CORPSE und deren Debüt „Metaphysical Collapse“ zu beschreiben, genügen eigentlich schon die Adjektive „schnell“ und „kompromisslos“. Denn genau das macht den leider nicht allzu interessanten Sound des Quintetts aus. Dieser rauscht zwar zünftig aus den Verstärkern, kann aber den Vorreitern des Genres nicht das Wasser reichen. Überhaupt: „Thrash Core“ heißt es in der Beschreibung. Auch soll man jetzt vermehrt Hardcore-Elemente eingebaut haben. Von beidem merke ich allerdings, bis auf ein paar Riffs vielleicht, herzlich wenig, da mir eine einzige Welle aus melodischem Todesblei entgegenschlägt.

Wer sich allerdings davon die volle Ladung geben will, ist hier wahrscheinlich genau richtig. „Ars Regia“ heißt der Opener und knallt gleich in einem Ansturm von AT THE GATES verheerend nach vorne. Damit aber nicht genug. Das sperrige Dauerfeuer zieht sich über die folgenden Stücke pausen- und erbarmungslos hin. Lediglich „Zero Is The Zenith Of The Sun“ beginnt gemäßigter, nur um anschließend wieder voll auf die Zwölf zu ballern. Da würde man sich, trotz netter Brutalität, doch mal das Bremspedal herbeiwünschen. „Mindflow“ sorgt endlich für eine instrumentale Abkühlung, die allerdings nur für kurzweilige Abwechslung sorgt. Der nächste „richtige“ Track „Conspiracy“ nimmt glücklicherweise mal den Fuß vom Gas und stampft eher im Midtempo vor sich hin. Beim folgenden „6th Race Of Aquaris Age“ bin ich mir recht unschlüssig. Dieser steigert sich im Verlaufe der fünf Minuten von dem langsamen Intro über einen Tempowechsel hin zu einem dollen Knüppelpart, den man allerdings wieder unheimlich langweilig gestaltet, und endet in einem metallisch progressivem Schluss. Von der Struktur her auf jeden Fall um einiges ansprechender als die Vorgänger, aber trotzdem noch nicht der Oberhammer, der die anderen Kompositionen in den Schatten stellen würde. Auch das vorletzte Geschoss „Supplying My Lust“ bietet riffmäßig altbekanntes, holzt sich dafür aber in einem mächtigen Groove durch den metaphysischen Metaljungle und kann wenigstens auf dieser Ebene überzeugen. Selbst Shouter Raffy agiert ab und an mal variabler, hat er doch vorher auf monotones und heiser wirkendes Geshoute gesetzt. Mit süßem Piano entlässt „Daybreak“ den Hörer nach 30 Minuten panischem Dauergeratter. Komisch, das zweite Instrumental ans Ende zu setzen, hätte ich mir das doch eher als Zwischenspiel weiter oben auf der Trackliste gewünscht. Wenn schon Knüppeln, dann auch bis zum bitteren Ende!

Den metaphysischen Kollaps hat die Scheibe jetzt nicht umbedingt bei mir ausgelöst, dafür wurde ich eine halbe Stunde lang amtlich beschossen. Nur leider ohne Innovation, was der Sache schließlich wieder den Spaß raubt. Ein paar stärkere Moment machen bisweilen Lust auf mehr, nur muss man für die zweite Langrille eindeutig noch am Sound feilen. Wenn man THE HAUNTED mag, ist diese Platte vielleicht nicht so ganz uninteressant und man kann mal reinhören. Ansonsten empfehle ich, auf die Originale zurückzugreifen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu LIVING CORPSE