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LIVINGSTON - Wide Asleep

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Artist LIVINGSTON
Title Wide Asleep
Homepage LIVINGSTON
Label MANTA RAY MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.6/10 (26 Bewertungen)

Wenn man schon einmal mit dem Namen LIVINGSTON konfrontiert wurde, hat man die Londoner (obwohl erst nach Gründung der Multikulti-Truppe ein Brite hinzu stieß) vielleicht im Vorprogramm von REVOLVERHELD (oh je) oder THE DUKE SPIRIT (oh ja) gesehen. Bevor das komplette Debut-Album Anfang 2009 erscheinen soll, gibt es einen kleinen Vorgeschmack in Gestalt einer durchaus gelungenen Akustik-EP (der Umstand, dass LIVINGSTON im November den Support für ICH & ICH geben, wird das Erscheinen dieser EP sicherlich begünstigt haben).

Nun ist es natürlich schwierig bei einer Rock-Band anhand akustischer Tracks ein endgültiges Qualitätsurteil abzugeben, aber wenn die Strom-Versionen ein ähnliches Flair verströmen, könnte es glatt passieren, dass wir es hier mit einer Band zu tun haben, die trotz ausreichend vorhandenem Pathos ein richtig gutes Stück Rockmusik abliefern werden (wenn man sich die vorhandenen Tracks auf der MySpace-Seite anhört, kann dies sogar als gesichert gelten!). Und welche Musik LIVINGSTON von Kind auf an gehört gehaben, kommt auch auf diesem Silberling für private Stunden zum Vorschein: Da atmet der Grunge der Ära PEARL JAM, BUSH, BLIND MELON et al. durch jede Ader. Selbst an die Akustik-Scheiben von ALICE IN CHAINS („Sap“/ „Jar of Flies“) fühlt man sich manchmal erinnert.

Gibt man noch einen Schuss Pop der großen Gesten (als ob es nicht reichen würde, den Tearjerker und Ausdruckstanz fördernden SKUNK ANANSIE Klassiker „Weak“ in einer Lagerfeuer-Version zu bringen… Aber man sieht, die Jungs atmen den Geist der Neunziger.) und das einnehmende Organ von Sänger Beukes Willemse hinzu, dann hat man ein gelungenes Entree zum bald folgenden Hauptgang im heimischen CD-Player liegen… Kleine Feinheiten der in Berlin aufgenommenen sieben Songs, machen auch in der stripped down Version deutlich, dass sich über die Arrangements Gedanken gemacht worden sind… Percussion-Elemente, ein treibender Bass und mit dem Schlagzeugbesen eingespielte Beats lassen die Titel gelungen abwechslungsreich ausfallen („Disease“ ist sogar ein richtig kleiner Hit). Auf jeden Fall gehört eine gesunde Portion Selbstbewusstsein dazu, sich gleich bei der ersten Tonkonserve einfach auf die Qualität seiner Songs zu stützen, ohne sich hinter überproduzierten Wall of Sounds zu verstecken. Das gibt schon einmal eine Menge Kudos auf der nach oben offenen Musikkritiker-Skala!

Warten wir also auf das folgende Album, welches sich schon komplett auf der Festplatte der Plattenfirma befinden soll. Aber eines ist sicher: Trotz aller Melancholie und Pathos, als Anheizer für deutschen Betroffenheits-Pop: Perlen vor die Säue… Aber wenn man sich geschätzten 60.000 Menschen präsentieren kann, eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Von LIVINGSTON werden wir auf jeden Fall noch hören.

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