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LIZZARD - Out Of Reach

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Artist LIZZARD
Title Out Of Reach
Homepage LIZZARD
Label KLONOSPHERE/ SEASON OF MIST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.1/10 (14 Bewertungen)

Das französische Trio LIZZARD besteht bereits seit dem Jahre 2006 und hat im Herbst des vergangenen Jahres sein Full-Length-Debüt „Out Of Reach“ veröffentlicht. Wie schon die EP „Venus“ (2008) wurde dieses vom erklärten Fan der bisher weitgehend unbekannten Band, Rhys Fulber (FRONT LINE ASSEMBLY, PARADISE LOST, FEAR FACTORY…), produziert und gemischt, ein druckvoller und transparenter Sound ist somit schon einmal gegeben. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen also für eine junge, aufstrebende Combo, die sich in ihrem Heimatland in den vergangenen Jahren einen gewissen Ruf als fleißige Liveband (u.a. Support für GOJIRA, PUNISH YOURSELF…) erarbeiten konnte.

Eines sei vorweg genommen: Sie haben es mehr als verdient! Denn gleich zu Beginn des Albums wird einem sehr schnell klar, dass hier absolute Vollblutmusiker am Werk sind, die ihr Handwerk zweifellos verstehen. Schon der Opener „Disintegrity“ deutet den in der Folge ein ums andere Mal präsentierten Spagat zwischen geradlinigen Rocksongs und gekonnter Polyrhythmik á la TOOL an, der dann im großartigen „The Orbiter“ bereits zu einem ersten Höhepunkt von „Out Of Reach“ gereicht. Besonders der Bass von William Knox ist schwer beeindruckend, allerdings stehen ihm Fronter Mathieu Ricou und besonders die Dame an den Drums, Katy Elwell, in puncto Qualität in nichts nach. Da paaren sich wilde Fills mit straighten Gitarrenriffs, rockiger Drive wechselt sich gekonnt mit schwelgerischen Post-Prog-Elegien („Loose Ends“) ab, und sogar der gute, alte Riff-Rock kommt zu verdienten Ehren, ohne platt oder uninspiriert zu wirken („Fakeworld“), bevor es dann mit der „Twisted Machine“ wieder mit Volldampf in Richtung TOOL geht. Das alles ist zweifellos mehr als bemerkenswert, jedoch ist das eigentlich Erstaunliche an LIZZARD, dass sie es schaffen, all ihren Facettenreichtum jederzeit zu einer unglaublich homogenen Melange aufzuschäumen, ohne auch nur eine Sekunde lang kitschig oder aufgesetzt zu wirken. Das schaffen nur sehr Wenige und erinnert mich persönlich an die viel zu wenig beachteten KARNIVOOL, auch wenn die letztendlich völlig anders als LIZZARD klingen. Mit 44 Minuten ist „Out Of Reach“ kompakt und knackig gehalten, Längen oder gar Lückenbüßer gibt es keine, und wer einen Schlussstrich wie das epische „Tear Down The Sky“ unter ein derart spannendes und kurzweiliges Album setzt, hat per se sowieso schon komplett gewonnen.

Fazit: Wenn LIZZARD auch nur annähernd die Aufmerksamkeit zuteil wird, die sie verdienen, dann schicken sie sich an, bald zu den ganz Großen im einschlägigen Geschäft zu werden. Großartig!

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