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LÖNNDOM - Fälan Från Norr

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Artist LÖNNDOM
Title Fälan Från Norr
Homepage LÖNNDOM
Label EISENTON
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Themen wie Mythologie und Naturverbundenheit sind ja weit verbreitet in der Musik aus dem hohen Norden. Viele der Bands versuchen sich dabei an einem Spagat aus Härte und Urtümlichkeit. Meist scheitert dieser Versuch bzw. klingt klischeehaft nach Metal mit ein oder zwei zusätzlichen Instrumenten. Jedoch werden die Vertreter dieses Stilmixes nie müde und probieren sich immer wieder aufs Neue aus. So auch LÖNNDOM, die ihr 2006 ursprünglich aufgenommenes Material nochmals überarbeitet habe,n um nun damit ihre eigene Vision heimischer Musik mit Metal-Einflüssen zu präsentieren.

Eines vorweg – dieses Werk ist abseits vom Sound eines der interessantesten Alben, die der Genremix bisher hervorgebracht hat. LÖNNDOM verbinden folkigen Gesang, urbane Melodien und surrende Gitarren, wie ich es nur selten gehört habe. Ausschließlich in ihrer Heimatsprache singend präsentieren sie 8 Stücke mit einer Spielzeit von gut 45 Minuten. Die Stücke wissen alle durch ihren eigenen Charme zu gefallen. Die Songs bewegen sich durchweg im mittleren Tempo und sind immer gut nachvollziehbar. Dadurch wirkt der Mix aus Folk und Metal. Auffällig dabei ist jedoch die Instrumentalisierung. Spartanisch auftauchende landestypische Instrumente unterstützen den sonst gitarrenlastigen Sound. Folkelemente werden hauptsächlich durch die Lyrik und die eingängigen Melodien übermittelt. Dabei trägt der Sänger seine Weisen meist in getragenem Gesang vor, wechselt aber auch gelegentlich in kehligere Gefilde. Diese sind jedoch (soweit man des nordischen Ausdrucks mächtig ist) immer verständlich. Jedoch bleiben trotz der positiven Aspekte 2 Wermutstropfen. Die Songs haben alle immer wiederkehrende Melodien, die teilweise bis zur Ermüdung wiederholt werden. Damit geht der Charme der Titel nach einer Weile verloren. Der zweite Punkt ist der Sound dieser CD. Blass und drucklos scheppern die Instrumente. Während die Stimme noch sauber klingt, sind die anderen Elemente der Musik vergleichsweise zahm und farblos.

Damit komme ich zum Schluss zu dem Ergebnis, dass diese Veröffentlichung wohl ein Leckerbissen für Genrepuristen des nordischen Folk Metals sein dürfte. Hörern, die jedoch Geschwindigkeitsattacken oder wilde Wechsel in den Songs erwarten, wird hier jedoch nichts Geeignetes geboten.

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