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LONGING FOR TOMORROW - Idee:Mensch

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LONGING FOR TOMORROW
Title Idee:Mensch
Homepage LONGING FOR TOMORROW
Label UNPOPULAR DISCLOSE RECORDS
Leserbewertung
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8.4/10 (9 Bewertungen)

In Aachen ist die dreiköpfige Screamo-/ Indie-Kappelle LONGING FOR TOMORROW zu Hause, deren dritte Langrille „Idee: Mensch” sich momentan in meinem CD-Player dreht. Die Herren David Frings (Vocals & Guitar), Samuel Dickmeis (Bass & Vocals) und Damian Althof (Drums) machen seit Ende 2003 unter dieser Firmierung Mucke – bis Ende letzten Jahres übrigens noch als Vierer – und bringen es auf immerhin 200 Shows seit Bandgründung.

Aber zurück zum neuesten Output des Trios! Die Platte bringt 13 neue Songs zu Gehör, die stets mit viel Druck aus den Boxen knallen. Dabei klingt Sänger David, wenn er seine deutschsprachigen Texte rausschreit, ein wenig wie der jüngere Bruder von TURBOSTAAT-Fronter Jan Windmeier. Daneben wird zweifelsohne amtlich und abwechslungsreich gerockt. Etwa beim Opener „Blickes Fang“ mit seinem temporeichen Start und kleinen Verschnaufpausen, während das folgende „Wunschlos unglücklich“ die Langäxte teilweise im Midtempo jaulen lässt, bevor LONGING FOR TOMORROW wieder mehr Gas geben. „Lichtermeer“ zählt zu den „ruhigeren“ Vertretern des Silberlings, dann wird mit „Viel zu weit“ und „Schwarz wird bunt“ wieder geschrieen, was das Zeug hält und an den Instrumenten entsprechend Dampf gemacht. Viel Spielfreude versprüht auch das energetische „Gipfelstürmer“, die auch „Beiwerk“ nicht vermissen lässt. Die Jungs beschränken sich zunächst auf leise Töne, um dann mit „Brief & Siegel“ und viel Emotion in die Vollen zu gehen. „Sieben Siegel“ lässt es wieder krachen, um vom instrumentalen „Karussell“ gefühlvoll abgelöst zu werden, nur um gleich im Anschluss mit „Was uns bleibt“ erneut Krach zu schlagen. „Entmenscht“ nimmt Anlauf zum donnernden Finale, das mit „Luftschloss“ versöhnlich ausfällt.

Glücklicherweise ist es LONGING FOR TOMORROW gelungen, die Songs nicht nur knackig, sondern auch jenseits ausgetretener Screamo-Pfade zu präsentieren. So wird das Zuhören nicht langweilig, so dass sich „Idee:Mensch“ für Emo-Fans ohne Einschränkung empfiehlt.

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