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LORAINE - Neoliar

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Artist LORAINE
Title Neoliar
Homepage LORAINE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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9.3/10 (4 Bewertungen)

„Neoliar“ heißt das 8 Track starke, selbstproduzierte Debütalbum des Harzer Quintetts LORAINE. Stilistisch schustert man Hard- bzw. Metalcore mit Elementen des Melodic Death Metal zusammen und nennt das Endergebnis dann selbst „modernen Metal“. Um hier einen Innovationspreis abzuräumen, muss da schon ordentlich was geboten werden, der „Core“ Sektor wird von vielen (zum Teil auch verdammt guten) jungen Bands überspült und da herauszustechen, fällt schwer.

Widmen wir uns aber dem eigentlichen zu, der Musik! Diese zeigt dann auch direkt den Weg, der eingeschlagen wird. Man spart sich ein Intro und eröffnet die 45 Minuten Spielzeit mit „Body Demon“. Schöne, aber dennoch fette Melodiepassagen bereiten den Weg zu den Uptempo und Mosh Parts. Dazu lässt Frontmann Jan seine Stimme in Form von Shouts und Growls der ziemlich fiesen Sorte zum Vorschein kommen. Mein Ersteindruck bisher: okay bis gut, bis dann aber „I can not believe it“ aus meinen Boxen ertönt. Ein Gitarrenintro à la „Aerials“ (SYSTEM OF A DOWN) lässt das Stück ruhig beginnen und führt wieder einmal hin zu den beliebten Moshparts. Schema F ist also angesagt, denn eben dieses Muster zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Spielzeit. Klar machen Uptempo Songs, zu denen man abgehen kann, Spaß, aber irgendwo ist dann auch mal Schluss. Es ist nicht mal der Punkt, dass ich den Jungs nicht zutrauen würde, dass man Melodie noch weiter mit Härte kombinieren kann und damit eventuell seinen eigenes Ding macht, aber was mir fehlt ist ein bisschen das gewisse Etwas. Ich bin mir sicher, dass man als Band mit seinen Aufgaben wachsen wird und erkennt, dass man einiges noch sehr verbessern kann.

Ich drücke die Daumen, dass die Beteiligten erkennen, wie viel Potential eigentlich in LORAINE steckt, was für mörderische Songs man produzieren kann, wenn man nur den Arsch in der Hose hat und Kreativität über Eintönigkeit setzt. Kurz gesagt muss ich das reine Handwerk als durchaus gelungen bezeichnen, auch wenn der Feinschliff noch ein wenig fehlt. Den oben genannten Innovationspreis kann ich an dieser Stelle dann leider nicht vergeben, wer aber auf Metalcore im Allgemeinen abfährt, darf ruhig mal reinhören. Schaden kann es nicht.

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