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LORD BELIAL - The Seal of Belial

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Artist LORD BELIAL
Title The Seal of Belial
Homepage LORD BELIAL
Label REGAIN RECORDS
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Achtung: Der Gehörnte geht wieder um und das mittlerweile in der fünften Runde! LORD BELIAL gehören sicherlich zu den beständigsten Konstanten der schwedischen Black/ Death Metal Szene. Anfänglich etwas reduziert auf „die Band mit der Flöte“ (obwohl die sicher keine Hauptrolle spielte) und „die Band mit dem rosa Ziegen-Cover“ (ein Pressfehler) gibt man sich anno 2004 gereifter denn je. Ob hierfür auch die Konsolidierung nach einigen Line Up-Wechseln verantwortlich zeichnet, kann natürlich nur vermutet werden. Nachdem man zwischenzeitlich sogar mit 3 Gitarristen glänzen konnte, da Niclas Andersson seinen Wiedereinstieg feierte, ist man heuer wieder in Quartettstärke angetreten. Daniel Moilanen, der auf vorliegendem Werk noch das Schlagwerk bediente, wurde mittlerweile wieder von Micke Backelin ersetzt. Flöten gibt es auch keine mehr, dafür ein Gastsolo des Produzenten Andy LaRoque, welcher in seinen Los Angered-Studios auch produzierte, und das sehr fett!

Nach einem stimmungsvollen Intro bewahrheitet sich, was der Rezensent beim Anblick der Spielzeit (48 Minuten bei 8 Tracks) schon vermutet hatte. Es geht dieses mal bei den Nordländern wesentlich langsamer zur Sache: Schwere Midtempohymnen regieren! Der erste schnellere Part taucht gar erst beim vierten Stück „Abysmal Hate“ auf. Majestätisch, stolz und fast etwas epochal gehen LORD BELIAL auf dem neuen Werk vor, vergessen die hektischen Songs der Frühzeit. Ob man begriffen hat, dass man Härte nicht mit Geschwindigkeit gleichsetzen muss, oder man ganz einfach in die Jahre gekommen ist, kann hier nicht geklärt werden. Tatsache ist jedoch, dass sich die „neuen“ LB ganz hervorragend verkaufen. Die überlangen Songs wurden abwechslungsreich arrangiert und warten zudem mit vereinzelten Solis und mächtigen Riffs auf, die hin und wieder gar einen leichten Viking-Touch besitzen. Aber noch viel mehr erinnert man an die gleichgelagerten Stücke ihrer Landsmänner von HYPOCRISY („Roswell-Phase“), denen hier ein ebenbürtiger, schwarzmetallischer Konkurrent geboren wurde. Wie auch auf den beiden Vorgängern „Unholy Crusade“ sowie „Enter the Moonlight geht“ scheut man auch vor weiblichen Vocals nicht zurück (wieder Marielle Andersson), die allerdings nie in Träller-Metal Gefilde abdriften. Zu einem der Highlights der Scheibe – „Mark of the Beast“ – wurde ein Video erstellt, welches man wahlweise von der Homepage downloaden wie auch als günstige DVD-R bestellen kann.

Für mich eine wirkliche Überraschung und der Beweis dafür, dass die Phrase „Unser aktuellstes Album ist unser bestes!“ auch mal greifen kann. Jetzt muss man nur noch die Line Up-Rotation in den Griff kriegen und auf einen geeigneten Tour-Zug aufspringen. Dann könnte es auf die „alten Tage“ noch mit dem ganz großen Durchbruch klappen!

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