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LORDI - Deadache

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Artist LORDI
Title D
Homepage LORDI
Label DRAKKAR/ SONYBMG
Leserbewertung
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9.0/10 (4 Bewertungen)

OK – ich verkneif mir jetzt den obligatorischen Kommentar zum Sieg beim Eurovision Song Contest. Aber dann bleibt mir nur der Bezug auf die Kostüme der Jungs. Neben GWAR sind LORDI wohl die optisch „aufwendigste“ Band (nur mit weniger Blut und anderen Körpersäften). Aber darauf kann man die Finnen auch nicht beschränken. Und das ist gut so. Denn LORDI stehen für melodischen Hard Rock/ Metal mit einer gewissen 80er Attitüde. So klingen sie seit „Would you love a Monsterman“ und das wird (hoffentlich) auch nach „Deadache“ so bleiben! Mal ehrlich – wer will denn schon eine Änderung bei dieser Band haben? Niemand! LORDI sind als Musik Institution ein Unikat wie beispielsweise ALICE COOPER.

Doch, und das betone ich nochmals, man sollte LORDI nicht auf eine reine Showband reduzieren. Schließlich haben sie auch schon beachtliche Erfolge mit ihren letzten Alben und auch Single-Auskopplungen erreicht. Und an diese Erfolge soll „Deadache“ anknüpfen. Musikalisch greifen die Jungs auf Altbewährtes zurück. Gute Riffs, leichte Horrorsounds aus dem Synthesizer, flott rockende Drums und der markante Gesang sind und bleiben das, was sie schon immer waren. Allerdings entwickelt man sich beim Songwriting weiter. Die Texte sind einen Hauch makabrer und bieten auch das ein oder andere Mal Grund für Diskussionen. An der instrumentalen Darbietung wurde ebenso gefeilt. Mehr Soli an der E-Axt erfreuen das geneigte Rockohr und abwechslungsreiche Melodien unterstützen die teilweise tollen Mitgrölrefrains – ich sage nur „Bite like a bulldog“. Und wenn wir schon bei Melodie und Mitgrölen sind: Mit „Monsters keep me company“ beweißt man augenzwinkernd auch das Gespür für balladeske Rocknummern. Dieser Song wird dann nur noch von „Rebirth of the countes“ getoppt. Eine beinahe bedrohlich düstere Pianoballade mit gesprochenen Lyrics und einem „scharfen“ Ende (hört einfach selbst). Und ganz ehrlich, so könnte man bis zum Ende der Platte über jeden Song schreiben. Und das Finale hat es noch einmal in sich. Mit „Missing Miss Charline“ kommt noch mal ein Ohrwurm par excellence. Gänsehaut ist garantiert bei dem Gitarrensolo und dem leisen Chor. Natürlich ist das Ganze Paket auch in einem dementsprechend guten Klanggewand verpackt.

Ich muss hier aber final etwas klarstellen. Mir ist bewusst, dass musikalisch nichts geboten wird, was es nicht schon einmal (und sei es nur von der Band selbst) geboten wurde. Innovativ waren LORDI zu Beginn ihrer Kariere hauptsächlich durch ihr Auftreten. Aber sie rocken einfach. Man spürt Spielfreude und Spaß an der Musik. Und das ist das, was für mich zählt, bei den Monstern aus dem hohen Norden.

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