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LORDI - The Arockalypse

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Artist LORDI
Title T
Homepage LORDI
Label SONYBMG/ DRAKKAR RECORDS
Leserbewertung
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8.8/10 (6 Bewertungen)

Wie schon auf ihrem letzten Album präsentieren sich LORDI auch auf ihrem aktuellen Longplayer „The Arockalypse“ wieder in formvollendetem Monsteroutfit nebst Horrormaske, Makeup und einer Kostümierung, die jedem KISS-Konzert oder 80er Slasher würdig wäre. Auch thematisch und textlich haut man in diese Kerbe mit Stücken wie „The Kids Who Wanna Play With The Dead“, „Chainsaw Buffet“ (schöne Grüße von Charles Manson) oder auch „The Night Of The Living Dead“. Das Ganze beginnt mit einem “Special Report”, der das ganze Album wie ein Hörspiel in eine Rahmenhandlung einbettet. Diese erinnert sehr an die angsterfüllte Stimmung einer sich in Panik und Chaos auflösenden gesellschaftlichen Ordnung in einem Zombiefilm. Dazu wird natürlich live 24-hours in CNN-Manier berichtet. Lustigerweise heißt einer der berichtenden Reporter auch noch Sam Romero…

Ob man das Outfit und Image nun als einen peinlich-postpubertären Beitrag zum jüngst verendeten Karneval abtut oder aber das Ganze amüsant findet, bleibt dem jeweiligen Metalhead überlassen. Auf jeden Fall würde sich selbst Tom Savini über das Makeup freuen, und die Mucke überzeugt allemal. Stimmlich lagen LORDI ja schon immer irgendwie zwischen AC/DC und GRAVE DIGGER, aber auch das Riffing und die Arrangements tendieren noch deutlicher als auf dem vorangegangenen Album zu einer Mischung aus traditionellem Heavy Metal und einem 90er-Powermetal-Einschlag: Zwischen AC/DC, EUROPE, CHILDREN OF BODOM und GRAVE DIGGER. Wer auf die älteren Klänge von GRAVE DIGGER zu „Tunes Of War“-Zeiten abfährt und traditionellem metallischen Klanggut anhängt, wird an LORDI und „The Arockalypse“ seine helle Freude haben! Eine herausragend gute Produktion (Drakkar eben), sehr gute Arbeit an Schlagwerk, Bass und Gitarre, sowie druckvolles Songwriting tun dabei ihr Übriges. Qualitativ und musikalisch gibt es an diesem Album nichts zu bemängeln. Aus diesem Grund kann ich auch nur meine persönlichen Lieblinge zum Anhören empfehlen, denn im Grunde sind alle Stücke gleichwertig gut. Das druckvolle „The Kids Who Wanna Play With The Dead“ ist eine schöne stimmungsvolle Metalnummer ebenso wie die melancholisch-treibenden „Chainsaw Buffet“ und „Good To Be Dead“, aber die beiden besten Nummern sind der Rausschmeißer „Supermonsters“ (herrlich!) und mein aktuelles Lieblingsmetalstück „They Only Come Out At Night“ – AC/DC, CHILDREN OF BODOM und GRAVE DIGGER in perfekter klanglicher Symbiose!

Nach einer Stunde LORDI weiß man wieder, warum man sich langhaarigen Kuttenträgern verbunden fühlt, warum man so auf guten Metal abgeht und warum man sich gern fiese Zombiefilme reinzieht. Meine alter, strenggläubiger, Jesuslatschen-bärtiger Religionslehrer auf der Schule (Gott schütze ihn – vor allem vor ihm selbst) wusste ja schon immer, dass Metal die Tore der Hölle aufstoßen wird – und nun hat er mit „The Arockalypse“ auch endlich recht behalten:„…the first thing that greeded us was the smell of decomposing flesh. The Dead are litereally walking the Streets!“.

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