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L’ORDRE DU TEMPLE - In Hoc Signo Vinces

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Artist L’ORDRE DU TEMPLE
Title In Hoc Signo Vinces
Homepage L’ORDRE DU TEMPLE
Label MY FUNERAL RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Tempelritter waren ja eigentlich alles andere als Eigenbrödler. Doch am Ende muss dann doch jeder für sich alleine kämpfen, dachte sich wohl ENETH-Mainman Count David und steht damit verantwortlich für alle Einspielungen des L’ORDRE DU TEMPLE-Debüts, welches zu Anfang erstmal mit seinem nett aufgemachten A5 Digibook-Artwork punkten kann.

Musikalisch bewegt man sich, und da hat eine Info dann doch einmal recht, sehr in Gewässern der Ösi-Legende SUMMONING. Schleppende und kalt klirrende Gitarren-Melodien, düstere Synth-Teppiche, Drumcomputer Sounds und eine im Hintergrund krächzende Stimme machen „In Hoc Signo Vinces“ schon beinahe zu einem Tribut-Album in Tradition der Österreicher. So fügen sich zu den meist schleppenden Dark Black Metal-Tracks ebenfalls Ausflüge in mittelalterliche Sounds („In Lode De L’Asino)“, sowie auch mal harsche Bretter-Tracks („What Magic is…“) hinzu. Diverse Hufgeklapper-, Kampf- und Feiergelage-Sounds komplettieren das Bild.

Gute Ansätze machen leider noch keine guten Songs und Count David wiederfährt mit L’ORDRE DU TEMPLE das gleiche Schicksal wie viele Bands, die sich zu sehr an den Pionieren eines Stils orientieren. So sind die Songideen auf „In Hoc Signo Vinces“ sicherlich nicht schlecht und das Gefühl für tiefe Atmsphäre gepaart mit kaltem Tiefgang hat der ENETH-Chef sicherlich auch. Doch verfügen Silenius und Protector von SUMMONING doch einfach über das größere Talent, solche vielseitigen und vielschichtigen Songs zu erschaffen. L’ORDRE DU TEMPLE klingt des öfteren einfach zu langatmig und zu sehr auf eine Idee pro Titel fixiert. Da verlieren die Kompositionen auf Dauer leider die Spannung. Es ist halt nicht einfach, gezielt offen und gewollt musikalische Grenzen zu überschreiten und dabei noch schlüssige und packende Lieder zu kreieren.

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