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LOREENA MCKENNITT - The Wind that shakes the Barley

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Artist LOREENA MCKENNITT
Title The Wind that shakes the Barley
Homepage LOREENA MCKENNITT
Label QUINLAN ROAD
Leserbewertung
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8.7/10 (7 Bewertungen)

„Back to the roots“ war das Motto, von dem die kanadische Musikerin irisch-schottischer Abstammung namens LOREENA MCKENNITT getrieben wurde, als sie an ihrem neuesten Album arbeitete. Nach den vielen Ausflügen in die Weltmusik mit den mediterranen und orientalischen Einflüssen in ihre unverkennbar zum Seele-baumeln-lassenden Lieder kehrt sie wieder zum keltischen Folk zurück und kommentiert dies so: „Ab und zu verspürt man das Bedürfnis, mit dem Abstand der Zeit und der gewonnenen Erfahrung zu den eigenen Wurzeln und Anfängen zurückzukehren, um die vertrauten Dinge wiederzuentdecken, die man einst liebte und noch immer liebt.“

So hat sie Lieder, die der traditionellen Folklore entstammen, neu arrangiert und ein wenig anders, eben mit der musikalischen Erfahrung, die sie mittlerweile gewonnen hat, vorgetragen. In den meisten Fällen, mit Ausnahme von „Brian boru’s march“ und „The star of the county down“, handelt es sich um keltische Balladen, die ihren besonderen Charme durch LOREENAs Stimme gewinnen. Rob Roy lässt grüßen, wenn eine Bagpipe, eine Hurdy Gurdy oder eine andere Flöte ihre Töne über die Lowlands und Highlands, über die grünen Weiden Irlands blasen. Sanfte Klänge der Mandoline und Laute, gepaart mit Violinen und Streichorchester übernehmen lange instrumentale Sequenzen und wirken selbst bei dem „Brian…“-Tanzlied eher beruhigend. Ganz anders dann das kraftvollere „The star of the county down“, welches unmittelbar zum Tanzen anregt und zu einem Reigen einlädt. Und zum Gesang und der umherschwirrenden Flöte lässt sich die Melodie wunderbar mitsummen, wenn man schon den Text nicht gleich drauf hat. Doch mit den darauf folgenden beiden Titeln, die jeweils sechs Minuten lang sind, wird es sodann wieder ganz besinnlich. Die einzige Eigenkomposition auf diesem Album, „The emigration tunes“, lässt die Weite der Landschaft am ehesten vor dem geistigen Auge entstehen. Es lässt vermuten, dass es ursprünglich für einen Film oder eine Fernsehserie entstanden ist, was für die Musikerin nicht ungewöhnlich wäre (siehe „EZ Streets“, „Highlander III“ oder „Die Nebel von Avalon“).

Eine Veröffentlichung voller Besinnlichkeit, welche zwar keinen direkten Bezug zu Weihnachten hat wie das Weihnachtsalbum „A Midwinter Night’s Dream“ , welches aber dennoch unter jeden Gabentisch und besonders zu dieser Zeit in jeden CD-Player passt. Wie von der an der Harfe, am Klavier und mit dem Akkordeon spielenden Perfektionistin nicht anders gewohnt, ist es eine professionell und akkurat produziertes Folklore-Scheibe geworden.

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