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LOSERS - …And So We Shall Never Part

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Artist LOSERS
Title …And So We Shall Never Part
Homepage LOSERS
Label 61 SECONDS RECORDS
Leserbewertung
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4.0/10 (1 Bewertungen)

Erinnert sich noch jemand an THE COOPER TEMPLE CLAUSE? Die Indie-Elektro-Kapelle aus Reading/UK, die Ende der Neunziger gegründet und 2007 aufgelöst wurde? Songwriter, Sänger, Bassist und Keyboarder war seinerzeit Tom Bellamy, der jetzt den Elektro-Rockern von LOSERS vorsteht und mit „…And So We Shall Never Part“ die zweite Full Length der Band präsentiert. Wie es sich für Musiker mit Format gehört, ist man inzwischen nach Berlin umgezogen und hat mit Paul Mullen (ex-THE AUTOMATIC) und der britischen Radio-DJ-Koryphäe Eddy Temple Morris zwei Jahre lang an dieser Platte gearbeitet, die deutlich rockiger daherkommt als das recht elektronisch ausgerichtete Debüt „Beautiful Losers“ aus 2010.

Dass der flotte Dreier vom Fach ist, hört man bereits am krachenden Breitwand-Sound des Openers „Azan“ und auch das folgende „Acrobatica“ gehört klar in die Abteilung „heiß & fettig“. „Oblivion“ hält sich diesbezüglich ein wenig zurück, hat jedoch das Zeug zur großen Hymne, während „DNA“ leicht unterkühlt auf den Electro-Dancefloor bittet. Eine Spur frickeliger kommt „Half Built House“ daher, wohingegen „Think You“ scheppernd Druck macht und „Turn Around“ vergleichsweise unspektakuläre Pianoakkorde zu explosiven Klangkaskaden wachsen lässt. Die Nummer gibt es im Übrigen auch im Fantasy-Spektakel „Games of Thrones“ zu hören. Der Elektro-Anteil steigt noch einmal mit dem rhythmusbetonten und sehr treibenden „Don’t Waste Your Life Away“, bevor „Us vs. Night“ sich erneut dem Rock zuwendet und das stoisch-entrückte „The Chain“ an die Kollegen von DEPECHE MODE und NINE INCH NAILS erinnert. Bleibt noch der Titeltrack „And So We Shall Never Part“, der den Silberling episch enden lässt.

Auf der Verliererstraße sind LOSERS mit …And So We Shall Never Part“ garantiert nicht. Über knapp 56 Minuten baut das Trio mächtig Spannung auf und empfiehlt sich den Fans von den bereits genannten NIN und DEPECHE MODE ebenso wie den Anhängern von MASSIVE ATTACK, RADIOHEAD oder GARY NUMAN, der Bellamy und Konsorten unlängst mit auf Tour genommen hat. Finanziert wurde die Scheibe übrigens im Crowd-Funding-Verfahren und ich würde mal sagen, die Kohle ist gut angelegt.

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