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LOST IN RHONE - Beloved be the ones who sit down

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Artist LOST IN RHONE
Title Beloved be the ones who sit down
Homepage LOST IN RHONE
Label DOCKYARD 1
Leserbewertung
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Erstaunlicherweise machen die fünf Belgier erst seit zwei Jahren zusammen Musik, haben sich in unserem beschaulichen Nachbarland aber wohl schon einen Namen gemacht, und so präsentieren LOST IN RHONE jetzt der Welt ihr Debüt-Album mit dem etwas merkwürdigen Titel „Beloved be the ones who sit down“.

Und das, was sie uns präsentieren, rockt auch gleich ordentlich los. Eingängiger Metal-Emo gepaart mit deutlichen Post-Hardcore-Einflüssen. Nichts wirklich neues, dafür gut gemacht. Melodiöse Sounds, die nach vorn treiben, dazu ansprechender Gesang mit passenden Schrei-Passagen von Sänger Steve Vandersmissen. Das Ganze wirkt nie langweilig, dafür sorgen die Gitarren von Kristof Meekers und Bart Janssens, die auch schon mal ein hartes Metal Riff zum Besten geben. Auch ruhigere Passagen meistert das Quintett souverän, insgesamt regiert aber ein etwas rauerer Ton, nichts anderes habe ich auch erwartet. Eine Überraschung erwartet mich dann allerdings noch in Gestalt des Instrumentalstückes „Hysbrydion“. So als müssten sie ein bisschen das Tempo rausnehmen und sich und dem Zuhörer eine Pause gönnen, kommt plötzlich nach fünf Tracks ungewöhnliches Klaviergeklimper ins Spiel, das so gar nicht ins Bild passen will. Bevor die Verwirrung zu groß wird, schließen sich aber alsbald wieder wohlvertraute Klänge an. Vandersmissen schreit was das Zeug hält, die Gitarren schrammeln, und auch Jonas De Houwer an den Drums und Dries Verhaert am Bass wissen ihre Instrumente optimal einzusetzen. Anspieltipps: „Burnt Orange Report“ und „E.P.S.“

Nach nicht einmal 40 Minuten ist das Quintett dann zwar schon am Ende mit seinen Ideen, wohl ein Zeichen dafür, dass zwei Jahre Bandgeschichte nicht unbedingt reichen, um Unmengen an guter Musik zu schreiben. Das sei LOST IN RHONE verziehen, allemal besser als auf Teufel komm raus mit mäßigen Stücken auf Quantität zu setzen. Wer auf Emo steht, wird hier gut bedient und vielleicht ergibt sich auch mal die Gelegenheit, die Jungs live zu erleben. Die CD lässt auf jeden Fall gute Live-Qualitäten der Belgier vermuten. Insgesamt ein Debüt, das nicht mit völlig neuer Musik daher kommt, aber das was LOST IN RHONE abliefern, besticht mit solider Qualität.

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