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LOST REALITY - What Remains

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Artist LOST REALITY
Title What Remains
Homepage LOST REALITY
Label UKDIVISION RECORDS
Leserbewertung
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6.3/10 (7 Bewertungen)

Dass es in Italien nicht nur Italo-Pop gibt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Düster-Rock scheint aber irgendwie nicht zu den sonnenverwöhnten Azzuros zu passen. So verwundert es auch nicht, dass LOST REALITY – obwohl schon seit 1996 aktiv – bislang hierzulande noch nie in Erscheinung getreten sind. Dies soll sich mit dem Album „What Remains“ jetzt grundlegend ändern. Schauen wir doch mal, was das Quintett uns über die Alpen geschickt hat.

„My Fragments“ startet mit nebulösen Tonfolgen, die sich erst allmählich in eine instrumentale Songstruktur fügen, bevor es dank „Perfect Passion“ weitaus flotter und mit Gesang weitergeht. „If This Is Heaven“ setzt erneut auf sphärische Melodien, während „Poison Kiss“ eine ausgeprägte Rhythmusfraktion zum Einsatz bringt. Hier darf sogar getanzt werden, was auch bei „Veil of The Martyr“ nicht unmöglich ist, wenngleich hier eher verstörende, schnelle Gitarrenriffs und Keyboardakkorde dominieren. Der Titeltrack „What Remains“ begibt sich zurück zu zurückhaltenden Synthiespielereien, die im Laufe des Songs jedoch Bekanntschaft mit einer treibenden Saitensektion machen. „The White Wall“ und „Erase“ kombinieren stampfende Rhythmen mit einschmeichelnden Vocals zu Songs, die auch aufgrund des Gesangs ferne Erinnerungen an MARILYN MANSON wecken. Die „Children of Evil“ klingen hingegen in wenig nach traurigen DEPECHE MODE, wohingegen „These Days“ deutlich mehr Druck macht und es wieder etwas schneller mag. Damit ist bei „Invisibility“ bereits wieder Schluss, stattdessen wabern einmal mehr melancholische Melodien aus den Lautsprechern, die bei „Nothing I Am“ erneut Besuch von einigen knackigen Langäxten und Drums bekommen.

Hier und da ist mir das LOST REALITY-Debüt zu nervös ausgefallen. Statt mit allerlei Tüfteleien zu hantieren, sollten Garmo (vocals & loops), Kekko (guitars), Merx (guitars), Louis (bass) und Marcello (drums) einfach ein bisschen mehr Gas geben.

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