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LOST WORLD ORDER - Parasites

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LOST WORLD ORDER
Title Parasites
Homepage LOST WORLD ORDER
Label GOOD DAMN RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (1 Bewertungen)

Nach gut 25 Jahren im Musicbiz schafft mein oller Schulkollege Marc „MäcZ“ Zimmermann (remember Rock Heaven, Herford 1990 [email protected] RELIGION??? HAHA!!) nun wohl doch noch den qualitativen Schulterschluss zu den großen Vorbildern EXODUS/ TESTAMENT… hehe. Das vorliegende „Parasites“ ist der zweite Teil einer Trilogie und stellt die bislang mit Abstand besten Kompositionen vor, die die Herren bisher verzapft haben. Schon das letzte Werk „Marauders“ stellte quasi einen Quantensprung zu vorangegangenen Outputs dar, darauf baut man mit der neuen Abrissbirne auf und zimmert dem geneigten Thrasher 10 Granaten um die Ohren, die keine Kompromisse zulassen.

Gleich der Opener „Before the Light“ entwickelt enormen Drive, glänzt mit nachhaltigem Riffing und einem grandiosen Refrain, der sich in den Lauschern festsetzt. Dazu schüttelt bitte jeder Bay Area-Thrasher umgehend die Rübe, was eine Abrissbirne! Vertrackter geht da schon „Shadows at the Graveyard“ vor, mal ganz abgesehen vom formidablen ruhig-Mitteleil. Erinnert an beste EXODUS-Midtempoburner, den Chorus muss man einfach mitgrölen. Ganz großes Thrash-Tennis! Recht eindeutig, aber geil bei den göttlichen HEATHEN ist der Abräumer-Titeltrack angelehnt, man darf es ruhig als Huldigung sehen. Allerdings wird auch hier immer die eigene Note eingebaut, die melodischen Gitarren müssen sich hinter nationalen Könnern wie PARADOX, ACCUSER oder PERSONAL WAR keinesfalls verstecken! Und das Fronter Mätty sich mittlerweile zu einem der fähigsten und variabelsten deutschen Thrash-Fronter gemausert hat, hört selbst ein Blinder! Zumal hier auch gerne mal Growls und derbe Shouts eingebaut werden. Nur mit seinem cleanen Gesang („Ritual“) werde ich immer noch nicht so ganz warm, auch wenn der Längen besser ist, wie noch vor Jahren zu SPECTRE DRAGON/ frühen LWO-Zeiten. Die 10 Trax bringen es immerhin auf fast eine Stunde Spielzeit, was vielleicht an einigen Ecken einen Tick zu viel ist (aber da sind EXODUS auf ihren letzten beiden Werken ja noch wesentlich weiter übers Ziel hinaus geschossen!).

Die Band hat mal wieder selber produziert, wenn ich nicht irre und das klingt erneut genau so, wie´s klingen soll! Genügend Erfahrung haben sie ja alle mittlerweile (u.a. auch bei GEIST bzw. EIS jahrelang gesammelt), da weiß man, wie man´s richtig hinbekommt. Und so prötteln Thrash-Orgien wie „Coma“, „Dependance Day“ oder vor allem „Agents of Betrayal“ vehement aus den Speakern, da schlackern die Lauscher. Man kann aber auch, wie OVERKILL es ebenfalls blendend verstehen, „epischer“ im Midtempo zu Werke gehen und mit einem längeren Track wie „The Disowned Son“ vollends überzeugen. Die Ansätze gab es ja früher zu kultigen SPECTRE DRAGON-Zeiten auch schon, nur haperte es da noch an der Umsetzung. Die bekommt man mittlerweile bestens hin, denn eigentlich gibt es an diesem Werk absolut nichts zu bekritteln (außer vielleicht die Länge bei einigen Songs). Mit dem megaschnellen und teils geblasteten Rausschmeißer „Merciless (A Brutal Finale)“ haben die Bielefelder noch eine urgewaltige Kanonenkugel im Koffer, die jedem Highspeed-Thrasher nochmal zeigt, wo der Frosch die Saiten hängen hat!

„Parasites“ zeigt all den Retro-Thrash-Jungspunden wie man 2012 zünftig THRASH Metal zelebriert und zockt, ist frischer wie so manche olle Groß-Kapelle und zählt zumindest national zu den geilsten Genre-Werken der jüngeren Zeit! Und das ist jetzt glatt mal rein objektiv gemeint! Überzeugt Euch umgehend selbst. KAUFEN!!!

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