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LOUIS PHILIPPE/ LOUIS PHILIPPE & STUART MOXHAM - An Unknown Spring/ The Huddle House

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Artist LOUIS PHILIPPE/ LOUIS PHILIPPE & STUART MOXHAM
Title An Unknown Spring/ The Huddle House
Homepage LOUIS PHILIPPE/ LOUIS PHILIPPE & STUART MOXHAM
Label DANDYLAND
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Gleich im Doppelpack begegnet mir dieser Tage ein Herr namens LOUIS PHILIPPE, der mit bürgerlichem Namen Philippe Auclair heißt, in der Normandie aufgewachsen und dann auf die andere Seite des Ärmelkanals gewechselt ist, um eine ganze Weile hauseigener Songwriter des Labels „el“ zu sein und sich einen Namen als Singer/ Songwriter in der Indie-Szene zu machen.

Seit 1983 widmet sich LOUIS PHILIPPE bereits der Musik und haut nun gleich drei Alben gleichzeitig raus. Neben einem Live-Doppelalbum haben wir da noch seine Kollaboration mit STUART MOXHAM (ex-YOUNG MARBLE GIANTS) und eine Langrille namens „The Unkown Spring“. Frohen Mutes bestücke ich meinen CD-Player mit diesem Silberling und treffe auf gepflegte Langeweile. Anders kann ich es kaum beschreiben. 40 Minuten lang dümpeln die 14 Songs vor sich hin und ich frage mich, in welcher Stimmung man solche Musik wohl am besten hört. Ich war noch nie in der Situation, könnte mir die Scheibe allerdings als unaufdringlichen Film-Soundtrack vorstellen oder als musikalische Unterlegung eines Werbetrailers. Leise im Hintergrund laufend, würde die Platte wahrscheinlich auch während einer Vernissage nicht weiter stören. Vielleicht muss man aber auch selbst am Klavier lehnen, während der Meister ausschließlich für den ganz speziellen Zuhörer spielt, um den rechten Zugang zu „An Unknown Spring“ zu finden. Mir ist das Ganze zu gleichförmig, wobei ich musikalisches Können keineswegs in Abrede stellen will.

Da finde ich mich bei „The Huddle House“ doch eher wieder, auch wenn „Manifesto“ genauso verhalten startet, wie ich es auf „An Unknown Spring“ durchgängig erlebt habe. Aber hier kommt dann doch etwas mehr Leben ins Geschehen. „Man of The World“ oder „I’d Rather Be“ sind sogar verhältnismäßig munter und der Titelsong „The Huddle House“ gefällt mit atmosphärisch dichtem Gesang und betörendem Gitarrenspiel. Die Gitarre gibt insgesamt die Richtung auf dieser Koproduktion vor. Seit mehr als zehn Jahren gab es die Idee eines gemeinsam geschriebenen Albums, die jetzt endlich umgesetzt werden konnte. Ungestüm geht es auch beim Duo PHILIPPE/ MOXHAM nicht zu, wie auch das ruhige „Save It“ beweist, aber es steckt einfach mehr Leben drin, dann wirkt auch ein getragenes „Desert Rain“ nicht langweilig. „Forgotten Bridges“ und „World Without End“ lassen eine leise Ahnung südamerikanischen Feuers durchblitzen, während „The Undertow“ auch auf dem Soloalbum vertreten sein könnte. „Hold My Hand“ mag ursprünglich ein Gutenacht-Lied gewesen sein, auf jeden Fall hat es was ungemein Beruhigendes. „Back At The Ranch“ hat beileibe nichts mit Country zu tun, das hat „Your Heart Will Heal“ auch nicht, aber hier kommt noch mal ein bisschen Schwung in die Hütte. „Roll Credits“ beendet den gemächlichen Reigen. Alles in allem hätte man jeden der 13 Titel hervorragend am Lagerfeuer hören können. Aneinander gekuschelt, den Blick unverwandt ins lodernde Feuer gerichtet, könnten die Gedanken hervorragend zur den leisen Gitarrenklängen spazieren gehen. Wenn niemand zum Kuscheln und auch kein Feuer da ist, tut’s auch eine Flasche Rotwein und ne Wärmflasche.

Das 2007er Triple wird noch mit der besagten Live-Doppel-CD vervollständigt, deren Erkundung ich jedem selbst überlasse. Alles in allem eine Herausforderung für Leute, die Hummeln im Hintern haben und eine Offenbarung für Wolkengucker.

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