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LOVEX - Pretend or Surrender

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Artist LOVEX
Title Pretend or Surrender
Homepage LOVEX
Label GUN RECORDS/ SONYBMG
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

Der finnische Sechser LOVEX kommt dieser Tage mit dem Nachfolger ihres Erfolgsdebüts „Devine Insanity“ (Gold in Finnland, bei uns Platz 20 der Albumcharts) um die Ecke. 2001 gegründet stehen Fronter Theon und seine Mannen für melodischen Glamrock, dem nicht der typisch finnische Schuss Melancholie fehlt.

Entsprechend startet auch der Opener „If She’s Near“ mit viel Bombast, knackigen Gitarrenriffs und schmachtendem Gesang. „Near“ liebt es härter, kehrt dann jedoch bald in die Heavy-Kuschelecke zurück. Hier ist auch die Single-Auskopplung „Take A Shot“ zuhause. Zwar legen die jungen Wilden durchaus Wert auf frischen Wind, allerdings ist mir der Eighties-Track etwas zu rundgelutscht ausgefallen. Unverkennbar schielen die Finnen nach hohen Chartsplatzierungen, für die das Material nun mal massenkompatibel sein muss. Doch wer HIM mag, wird auch an „Different Light“ Gefallen finden. Und auch „Writing On The Wall“ gelingt der Spagat zwischen donnernden Langäxten und nordischer Schwermut bestens, während „Time And Time Again“ sich auf traurige Streicher fokussiert. Schließlich braucht der weibliche Teenie ja auch den passenden Soundtrack zum unvermeidlichen Liebeskummer. Dafür lässt es „Belong To No One” wieder krachen, wobei auch hier vor allem Theons weiche Stimme dafür sorgt, dass die Chose auf einem hohen Harmonielevel verharrt. Dem schließt sich mit „My Isolation“ die nächste Schmacht-Gitarrennummer an, gefolgt vom schmissigen „Rid Of Me“, das umgehend in Bein und Ohr geht. Bleibt noch „Ordinary Day“, mit dem LOVEX noch mal Gas geben und die Sechssaiter aufjaulen lassen.

Für meinen Geschmack hätten LOVEX ruhig ein wenig härter und aggressiver agieren dürfen. Aber die Zielgruppe wird mit „Pretend Or Surrender“ zweifelsohne solide bedient. LOVEX machen das, was Skandinavier und vor allem die Finnen (wenn man sie denn zu Skandinavien zählen will) besonders gut können: Herz-Schmerz-Rock mit düsteren Gothic-Elementen. Damit erfinden die Herrschaften das musikalische Rad nicht neu, verkaufen sich aber auch nicht schlechter als ihre Kollegen von HIM oder NEGATIVE.

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