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LOWLAKES - Iceberg Nerves

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Artist LOWLAKES
Title Iceberg Nerves
Homepage LOWLAKES
Label KUNSTHAUS RECORDS
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Nachdem LOWLAKES im vergangenen Jahr ihre EP „Cold Company“ ins Rennen schickten und sich von down under auch schon in Richtung Deutschland aufgemacht hatten, um ihre atmosphärische Mucke live zu präsentieren, servieren Tom Snowdon, Bill Guerin, Brent Monaghan und Jack Talbot jetzt ihr Langspiel-Debüt namens „Iceberg Nerves“, das erwartungsgemäß erneut Indie, Alternative, Shoegaze und Dream Pop miteinander verquickt.

Wobei es bei den Aussies aus Melbourne keinesfalls „quick“ zur Sache geht: Der Vierer ist vielmehr recht entschleunigt unterwegs und verzichtet wie beim bezeichnenderweise „Entry“ genannten Opener auch schon mal auf Gesang. Seine Stimme lässt Kollege Snowdon stattdessen erstmals beim sich anschließenden „Foundations“ hören und schraubt sie bei dieser groovenden Gelegenheit gleich einmal in schwindelerregende Höhen. „Newborn“ folgt mit leicht unterkühlten Synthie-Sounds dunkler Machart, während „Replace The Face“ und „Now, She Said“ sich in melancholische Reduziertheit zurückziehen. Wavig geht es mit „Fauna“ in die nächste Runde, wobei Tom seinen Gesang an dieser Stelle für meinen Geschmack ein paar Oktaven tiefer hätte ansiedeln dürfen. Ich will nicht ausschließen, dass der eine oder andere Hund beim Hören der Nummer in fürchterliches Gejaule auszubrechen droht… „Elevator Music (UP!)“ macht seinem Namen alle Ehre und verliert sich deshalb leider im belanglosen Nichts, während der Titeltrack „Iceberg Nerves“ sich wieder auf den Weg ans Licht macht. Mit der ersten Single-Auskopplung „Cold Company“ beweisen LOWLAKES Gespür für Rhythmus und zeigen sich einmal nicht von der ansonsten vorherrschenden düsteren Seite, die mit dem schwurbeligen „Belle“ wieder stärker in den Vordergrund drängt, wenngleich der schwermütige Overkill Gott sei Dank ausbleibt. Derweil gefällt „Bigblood“ mit akustischen Klängen, um auf der Zielgerade mit „Be Your Man“ gewohnt elektronisch schmachtend zu enden.

Über die Laufzeit von rund 52 Minuten ist mir der Gesang von Tom Snowdon eindeutig zu anstrengend. Sein Organ zeigt leider eindeutig die Tendenz zum Klagen und Jammern, was ich definitiv nicht brauche, denn der depressive Unterton der Instrumentalfraktion reicht diesbezüglich bereits. An der einen oder anderen Stelle wäre zudem ein wenig mehr Abwechslung im Songwriting nicht verkehrt gewesen, weshalb ich feststellen muss, dass die Langrille „Iceberg Nerves“ nicht die Erwartungen erfüllen konnte, die der Fünf-Tracker vergangenes Jahr bei mir geweckt hat.

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