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LUKE GASSER - Retribution

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Artist LUKE GASSER
Title Retribution
Homepage LUKE GASSER
Label FASTBALL
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

LUKE GASSER ist wohl das, was man als Multitalent bezeichnen darf. Neben seiner Musik lebt GASSER auch von und für die Bildhauerei, Filmerei, Malerei und hat auch ein Buch veröffentlicht. Und wenn man etwas genauer hinschaut, erkennt man, dass der Herr sich dabei sogar richtig ins Zeug legt. Themen wie Archäologie, das Christentum oder auch historisch relevante Motive stehen im Vordergrund. Dazu kommt auch noch der Abenteuerfilm „ANUK – Der Weg des Kriegers“ (mit Deutschlands Rockröhre Nummer Eins Doro Pesch als Darstellerin). Und jetzt hat sich LUKE GASSER mal wieder in den Bereich der Musik zurückgewagt und präsentiert „Retribution“.

Den Anfang macht dann auch gleich ein geradliniger Rocker Namens „Riot“. Der Hang zu den klassischen ROLLING STONES wird schon nach wenigen Takten deutlich. Und auch beim folgenden bluesig angehauchten „Retribution“ klingen die STONES durch. Und da das nicht genug ist, wird mit „Factory Girl“ auch gleich noch ein Song eben jener Urgesteine gecovert. Dieses Stück erweist sich jedoch als Ohrwurm. Rau und urtümlich, und irgendwie richtig cool. Die typische Mundharmonika ertönt selbstverständlich auch (und wird im Laufe des Albums immer mehr mit einbezogen). Mit der folgenden Ballade „Scarlett O.“ weicht der Meister etwas vom Stil der ersten Stücke ab. Wenn man einen Vergleich wagen möchte, so sollte man vielleicht (vorsichtig) Richtung SPRINGSTEEN oder ADAMS schielen. Was nun mit „From now on“ folgt ist eine eindeutige Hommage an BOB DYLAN oder auch an THE BAND. Anschließend reihen sich noch weitere Stücke ein, die das Feeling der Siebziger wunderbar transportieren. Ach ja, zwei Songs möchte ich an dieser Stelle noch hervorheben: „Horizon“, unterstützt durch DORO PESCH. Ihre Stimme veredelt diesen Song. Und das andere Stück ist „She’s got balls“. Ja, ihr liegt richtig, wenn ihr an eine Coverversion vom AC/DC-Klassiker denkt. Nur könnte diese Version kaum weiter vom Original entfernt sein. Einst ein rotzig rockender Kracher, kommt diese Version akustisch und ruhig daher. Grad so, als hätten DYLAN oder NEIL YOUNG (zu „Harvest“-Zeiten) dieses Stück gesungen. Und ähnlich wie Klangfetischist NEIL YOUNG wurde auch hier viel Wert auf einen authentischen Sound gelegt.

Eine Empfehlung für das Album oder nicht? Kommt drauf an, was der Hörer erwartet! Ein tolles handgemachtes Album mit ehrlichen Hommagen an die Großen (STONES zu Zeiten von “ Beggars Banquet“ oder “ Their Satanic Majesties Request“, AC/DC, NEIL YOUNG, DYLAN, etwas SPRINGSTEEN)? Dann bist du hier genau richtig und wirst dieses Album blind kaufen und nie bereuen. Aber Innovation? Da bist du fehl am Platze. GASSER hängt an der Vergangenheit, und das nicht nur bei seinen Filmen. Dennoch bleibt für mich zu sagen: Ganz großes Kino für die Ohren!

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