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LUNA FIELD - Close to Prime

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Artist LUNA FIELD
Title Close to Prime
Homepage LUNA FIELD
Label SEASON OF MIST
Leserbewertung
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Aus Stuttgart, der neuen Champions League-Stadt, grüßen LUNA FIELD und sie tun dies auf laute und aggressive Weise. Seit 1998 frönen sie einer Mixtur aus Black und Death Metal, versehen mit einem besonders hohen Anspruch an sich selbst als Musiker. So konnte man dann im Herbst 2001 in der Originalbesetzung ins Beside Studio einziehen, um vorliegenden Erstling einzuspielen. Mit diesem Album im Rücken ging man auf Labelsuche und fand auch schnell in den Franzosen von Season of Mist einen passenden Partner (was Schröder und Chirac billig ist, sollte auch einer metallischen Verbindung nicht im Wege stehen…). Allerdings betont man in Interviews gerne, dass man mit der Promoarbeit nicht hundertprozentig zufrieden ist, die Schwaben würden z.B. gerne touren.

10 Tracks – darunter drei Instrumentals – schmücken das Werk, welches wie schon erwähnt als netter Hybrid aus Schwarz- und Todesmetall daherkommt. Wobei „nett“ eigentlich die falsche Bezeichnung ist, denn hier geht es ordentlich zur Sache mit gelegentlichen melancholischen Einschüben. Schon der eigentliche Opener „Odial“ verkörpert das Konzept des Quintetts perfekt. Man startet mit amerikanisch klingenden, technischen Riffs a la CANNIBAL CORPSE und wechselt dann schnurstracks ins skandinavische Lager. Allerdings ohne dabei in irgendeiner Art und Weise aufgesetzt zu klingen. Neben diesem instrumentalen Wechselspiel gibt es auch 2 verschiedene Gesangsstile zu bewundern. Shouter Benny, der auf der Homepage ziemlich gruftig rüberkommt, variiert von tiefen Grunts bis zu infernalisch hohem Geschreie in Richtung Dagobert Duck. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht sofort mit diesem Gequieke anfreunden konnte, aber nach mehreren Durchläufen findet man den Zugang. Als absoluter Favorit outete sich schnell Stück Nr. 7 „Press the Pressure“ mit den schön eingängigen nordischen Gitarrenläufen. Zwischen all der technischen Präzision und Brutalität sorgen die drei Instrumentals für Ruhe zwischen den Stürmen. Hier zeigen die Schwaben, dass sie es auch piano angehen können, im wahrsten Sinne des Wortes. Ach ja und ganz zum Schluss findet sich mal wieder ein „Hidden Track“, der aber lediglich aus einer Ansammlung hysterischer Laute besteht und eher zu vernachlässigen ist.

Schon bald wird es wieder ins Studio gehen, um die Nachfolgeplatte einzutrümmern, kein Wunder, da „Close to Prime“ ja schon etwas älter ist. Wenn man die bereits jetzt vorhandene Spielfreude in Verbindung mit den komplexen Arrangements betrachtet, müsste uns eigentlich ein ganz großer Wurf bevorstehen. Respekt!

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