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LUNA SOL - Blood Moon

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Artist LUNA SOL
Title Blood Moon
Label CARGO RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Muss man erst in die Berge, wenn man Stoner Rock machen will? Nun, David Angstrom hat es von den leicht hügeligen Ebenen Kentuckys auf jeden Fall 2012 in die felsigen Rocky Mountains verschlagen und zweifellos haben es ihm das Gebirge angetan, sonst gäbe es doch wohl keinen Titel namens „Death Mountain“ auf dem Debüt-Lonplayer von LUNA SOL, oder? Als David noch in Kentucky gelebt hat, war er auch schon in Sachen Stoner Metal, Desert Rock und Alternative Metal unterwegs. Genannt seinen hier seine alten Kapellen SUPAFUZZ, HERMANO und BLACK CAT BONE. Der Mann weiß also was er tut und hat sich in Denver/Colorado mit Shanda Kolberg (Gitarre & Gesang), Shannon Fahnestock (Bass & Gesang) und Drummer Pat Gill Mitstreiter gesucht, die ebenfalls ihr Handwerk verstehen.

Gefangene werden auf „Blood Moon“ nicht gemacht, stattdessen geht es gleich mit dem Opener „Bridges“ in die Vollen. Übrigens durchaus auch mit Hilfe alter Kollegen, denn den Bass zupft hier SUPAFUZZ-Member Dean Smith, während die Slidegitarre beim großartigen „Death Mountain“ auf das Konto von Greg Martin (LENTUCKY HEADHUNTERS) geht und Dandy Brown (HERMANO, ORQUESTRA DEL DESIERTO) hier den Tieftöner bedient. John Garcia (VISTA CHINO, HERMANO, KYUSS) ist als Gesangspartner beim stoischen Stomper „December“ mit von der Partie, wohingegen Nick Oliveri (VISTA CHINO, HERMANO, KYUSS) den Stahlsaiter beim knackigen „Pretty Rotten“ in Händen hält. Dann hätten wir da noch Dizzy Reed von GUNS N’ROSES, der beim scheppernden „Your War“ in die Tasten der Hammond B3 Orgel haut, ehe Jason Groves von SUPAFUZZ zum letzten Mal den Viersaiter beim finalen „In The Shadows“ übernimmt. Die Nummer wird ihrem Namen gerecht und bleibt geheimnisvoll – nicht minder mysteriös und morbide präsentiert sich auch „Leadville“, das ebenso wie „Stanley Lake“ eine bizarre Schauergeschichte aus den Rockies erzählt und diese gekonnt musikalisch zu verpacken weiß. Bleibt noch das entschleunigte „Operator“; nur sollte man an dieser Stelle weniger bpm nicht mit weniger Schmackes gleichsetzen. Es wird gegniedelt was das Zeug hält und einen hochenergetischen Stoner-Rock zelebriert, der es in sich hat.

„Blood Moon“ ist düster, hart, voller Überraschungen und ebenso vieler Hooks. John Garcia beschreibt die Platte als „düstere, kurvenreiche Fahrt den Berg hinunter…“ Was soll ich dem noch hinzufügen, außer vielleicht, dass ein geländegängiger Pick-Up in den Rocky Mountains immer ne gute Idee ist? Schließlich ist Steinschlag bei LUNA SOL und ihrem Erstling garantiert!

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