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LUNASTOY - Plastic Pin-Up

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Artist LUNASTOY
Title Plastic Pin-Up
Homepage LUNASTOY
Label PHOBOTAXIS
Leserbewertung
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8.1/10 (7 Bewertungen)

Malte „el Nino“, welcher auch bekannt unter dem Namen SUPERIKONE sein dürfte, und Tom „error“ lernten sich 1996 an einer Kölner Bar kennen und erkannten schnell, dass sie zukünftig gemeinsam den musikalischen Weg bestreiten wollen. Zwei Jahre später treffen die beiden auf Lorick „L. Cording“ und gewannen mit ihm einen ausdrucksstarken englischsprachigen Sänger. Schon ein Jahr später kommt es zum Majordeal mit BMG/ Marlboro Music und das erste Album „Pleasure Park“ wird von niemand geringerem als José Alvarez-Brill (JOACHIM WITT, WOLFSHEIM) produziert. Ihnen war somit der Durchbruch gelungen und man konnte sie als Vorband von WOLFSHEIM und DE/VISION sowie auf europaweiten Konzerten und Festivals auf der Bühne sehen. Warum sich LUNASTOY in den letzten acht Jahren so rar gemacht haben, ist nach diesem Aufstieg schwer verständlich. Seit ihrem Debüt-Album berauschten sie uns zwischenzeitlich lediglich mit einer Single („River of no Return“ – 2005).

Aber jetzt sind sie wieder da und lassen es auf ihrem nunmehr zweiten Album umso mehr krachen. Mit „Plastic Pin-Up“ zeigt die Kölner Formation erneut, dass sich Experimentieren lohnt und stilvoller Gesang, Trip-Hop, Break-Beat, Synthie-Pop sowie Gitarre einwandfrei miteinander kombinieren lassen. Und was dabei herauskommt? Hmm, meiner Meinung nach ist das Ergebnis eine außerordentlich gelungene und vollkommen eigenständige Mischung, welche man berechtigterweise in das Genre „Glamour-Pop“ einreihen kann. LUNASTOY drückt im übertragenen Sinne scheinbar „Mondspielzeug“ aus, was meines Erachtens darauf hindeutet, dass es sich hierbei um spielerische Klangvielfalt handelt, welche nicht nur den Mann im Mond ins Träumen versetzen kann. Die 16 Songs werden harmonisch und mit einer gehörigen Prise Gefühl dargeboten, berieseln den Hörer locker und fluffig und verbreiten Glücksgefühle sowie eine ordentliche Portion Gute Laune. Besonders hervorzuheben ist der Gesang, welcher mit Makellosigkeit und Ausdrucksstärke feinfühlend sowie äußerst mannigfach zu bestechen weiß. Es lässt sich zudem schnell feststellen, dass dieser Stoff nicht nur etwas für die heimischen Boxen, sondern durchaus auch clubtauglich ist. Hier wurde großer Wert auf Tanzbarkeit, melodische Klangstrukturen und rhythmische Sounds gelegt. Unter diesen Vorrausetzungen lässt man sich von den Herren natürlich gerne zum Mond schicken. Und dass die Formation um LUNASTOY sowohl vom Ideenreichtum als auch von schöpferischer Schaffenskraft gesegnet ist, beweist sie überdies anhand ihrer Autonomie in Produktion, Vermarktung und grafischer Gestaltung.

Mein Fazit: Der Stoff, aus dem die Träume sind! Eine Gnade für die Gehörmuscheln. Für alle Popper ein Muss! Für alle anderen: Reinhören lohnt sich auf jeden Fall! Extrem hoher Begeisterungsfaktor!!!

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